Sonntag, 21. August 2016

Ein Pokémon am Meeresgrund?

Wissenschafts-Wochenende im v-mag: diesmal besuchen wir wieder (wie schon vor zwei Wochen) mit einem der ferngesteuerten, mobilen Tauchgeräten der "Exploration Vessel (E/V) Nautilus" den Meeresboden.

Und bevor jetzt die "Pokémon Go"-Spieler unter unseren Lesern befürchten, zum "Monstersammeln" in die Untiefen des Meeres hinabtauchen zu müssen: dies ist kein "Pokémon", sondern ein glubschäugiger Zwergtintenfisch im modischen Lila. Genauer gesagt ist dies ein "Rossia pacifica":

Video: EVNautilus auf YouTube

Und weil das Bürschlein im vorhergehenden Video so faul herumlag: hier gibt es so ein ähnliches Exemplar in Action (anders als es die Beobachter in diesem Video nach dem ersten Blick geäußert haben ist dies kein "Dumbo Oktopus", sondern er gehört tatsächlich ebenfalls zur Familie der Zwergtintenfische):

Video: EVNautilus auf YouTube

Die tollen, leuchtenden Farben verdanken diese und einige andere Meeresbewohner übrigens biolumineszierenden Bakterien, die sich auf ihren Oberflächen festsetzen. Es handelt sich hierbei um eine "Symbiose"; also um eine "Partnerschaft", bei denen beide Partner etwas voneinander haben. Die Bakterien erhalten von ihren Wirten Nahrung und Sauerstoff und der Wirt selbst leuchtet dank ihnen abschreckend und gefährlich für potenzielle Fressfeinde. Allerdings kann das Leuchten auch bestimmte Beute anlocken oder auch attraktiv für Partner wirken.


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