Sonntag, 28. Januar 2018

Flug in den Orionnebel

Wissenschafts-Wochenende im v-mag: diesmal mit einer Reise in den Orionnebel.

Im Sternbild des Orion liegt auch der Orionnebel. Er ist ein Emissionsnebel, der selbst Licht in verschiedensten Farben ausstrahlt (emittiert) und dessen Beschaffenheit die Bildung von Molekülen ermöglicht. Daher gehört er zu den Molekülwolken.

Erzeugt wird das Licht durch helle, massive Sterne, die das Gas des Orionnebels dermaßen erhitzen und damit zum Glühen bringen, so dass es von selbst leuchtet. Dadurch unterscheiden sich Nebel dieser Art von Reflexionsnebel, die lediglich von außen eingestrahltes Licht reflektieren.

Im folgenden Video wurde ein "Flug" durch den Orionnebel visualisiert; die dafür verwendete Bilddatei wurde vom Hubble-Teleskop aufgenommen.

Die Reise führt zunächst durch eine Gasschicht oberhalb des Nebels, die "Schleier" genannt wird. Dann geht es hinab auf die gashaltige Oberfläche, die einen Ausblick auf die Struktur der Region bietet. Dort haben Winde und Strahlung aus dem Zentrum heraus ein "Tal" erschaffen.

Nach und nach erkennt man dann auch runde, kaulquappenartige Strukturen. Solche Objekte entstehen, weil die Sonnenwinde, die durch die hellen, massiven Sterne erzeugt werden, das Gas und den Staub um neu gebildete Sterne zurück"pusten". Diese Objekte werden Protoplanetare Scheiben genannt; in ihnen können neue Planeten entstehen.

Mit etwas Phantasie könnte man den Orionnebel als eine Art "Brutkasten" für die ihn ihm enthaltenen Bestandteile sehen, durch die neue Planeten und Sterne entstehen können:


Video: Hubble Space Telescope auf YouTube | Credit: Frank Summers, Greg Bacon, Zolt Levay, Lisa Frattare, Massimo Robberto (STScI) | Acknowledgment: Robert Gendler | Music: "Blizzard (PON I)", Kai Engel, CC BY-NC

Beliebteste Artikel