Sonntag, 18. März 2018

Abschied von Stephen Hawking

Unser Wissenschafts-Wochenende im v-mag ist diesmal dem britischen Physiker und Astrophysiker Stephen William Hawking gewidmet (* 8. Januar 1942 in Oxford, England; † 14. März 2018 in Cambridge, England).

Stephen Hawking zählte bereits zu Lebzeiten zu den größten Wissenschaftlern aller Zeiten. Verantwortlich für eine Reihe wissenschaftlicher Entdeckungen, die als Meilensteine in der Kosmologie gelten, postulierte er u.a., dass schwarze Löcher nicht einfach alles "auf Nimmerwiedersehen" verschlucken, sondern dass sie auch Strahlung aussenden ("Hawking-Strahlung").


Mr. Hawking litt unter der degenerativen Muskel- und Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose ALS), die ihn schon seit 1968 an den Rollstuhl fesselte. Sprechen konnte er nur noch mit Hilfe eines Sprachcomputers (DECtalk DTC01) den er am Anfang noch mit den Fingern, später mit dem Wangenmuskel und zum Schluss nur noch mit Augenbewegungen steuern konnte.

Die Krankheit wurde bei ihm diagnostiziert, als er noch ein Physikstudent war; damals gaben ihm die Ärzte nur noch wenige Jahre zu leben. Doch Mr. Hawking hatte da seine eigene Vorstellung von Zeit und wurde 76 Jahre alt.

Mit Büchern wie "Eine kurze Geschichte der Zeit" oder "Das Universum in der Nussschale" brachte Stephen Hawking die Physik auch dem interessierten Laien näher. Er war zweimal verheiratet und hinterlässt "drei wundervolle, großartige Kinder". Er war bekannt für seinen Sinn für Humor und hatte u.a. auch einen Gastauftritt in der beliebten US-Sitcom "The Big Bang Theory". In einer Folge von „Star Trek“ spielte er sogar mit "Albert Einstein" und "Isaac Newton" Poker (dies war seine Idee).

Trivia am Rande: Stephen Hawking wird außerdem nachgesagt, dass er ein ziemlich rasanter Rollstuhlfahrer war. Und so schwirren in den unendlichen Weiten des Internets inzwischen einige lustige und rührende Anekdoten über den geniale Physiker umher, der - wo auch immer er jetzt sein mag - sicherlich auch darüber lachen kann (z.B. Artikel bei Spiegel Online: Gedenken auf Twitter "Ich habe fast Stephen Hawking überfahren!" - "Ich auch!")

Zum Abschied und zu Ehren von Stephen Hawking veröffentlichte die Cambridge University am Mittwoch eine Videobotschaft mit Fotos und Aussagen von dem Physiker, die er im letzten Jahr bei einer Konferenz anlässlich seines 75. Geburtstags geäußert hatte (leider nur auf engl.):

Video: Cambridge University auf YouTube

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