Sonntag, 10. Juni 2018

Die ICARUS-Initiative: Tiere aus dem Weltall beobachten

Wissenschafts-Wochenende im v-mag: diesmal mit der ICARUS-Initiative.

Ziel der deutsch-russischen ICARUS-Initiative (ICARUS = International Cooperation for Animal Research Using Space) ist es, die Bewegungen und Wanderungen von Tieren nicht nur lokal, sondern auch global langfristig beobachten zu können, um so u.a. Infos über die Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch Tiere wie z.B. Singvögel, Störche und Fledermäuse zu erhalten.

Da manche Tiere außerdem ein natürliches "Frühwarnsystem" für Katastrophen wie z.B. Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüche haben, möchte das Wissenschaftlerteam von ICARUS herausfinden, welche Tiere was können um ihren "siebten Sinn" auch für Menschen nutzbar zu machen.

Das Projekt wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert und von der Weltraumorganisation der Russischen Föderation (Roskosmos) unterstützt. Die Max-Planck-Gesellschaft steuert mit der Miniaturisierung des ICARUS-Funkchips (Empfänger-Sender-Einheit) ebenfalls einen wichtigen Teil zum Projekt bei.

Die Weltraum-Technik der ICARUS-Initiative (hauptsächlich bestehend aus dem Onboard-Computer und der ICARUS-Antenne) befindet sich bereits auf der Internationalen Raumstation ISS und ist derzeit noch dort zwischengelagert; im August 2018 wird die Antenne dann auf der Außenseite der ISS montiert. Wenn alles klappt, kann dann im Herbst oder Ende des Jahres 2018 mit den Messungen begonnen werden.   |    Dazu noch ein Video von der Max-Planck-Gesellschaft:

Video: MaxPlackSociety auf YouTube

Und hier die Direktlinks mit weiteren Infos:

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