Sonntag, 24. Februar 2019

3-D Flug durch den Orionnebel

Wissenschafts-Wochenende im v-mag: diesmal mit einem 3-D Flug durch den Orionnebel.

Im Sternbild des Orion liegt auch der Orionnebel. Er ist ein Emissionsnebel, der Licht in verschiedensten Farben ausstrahlt (emittiert) und dessen Beschaffenheit die Bildung von Molekülen ermöglicht. Daher gehört er zu den Molekülwolken.

Erzeugt wird das Licht durch helle, massive Sterne, die das Gas des Orionnebels dermaßen erhitzen und damit zum Glühen bringen, so dass dieses von selbst leuchtet. Dadurch unterscheiden sich Nebel dieser Art von Reflexionsnebel, die lediglich von außen eingestrahltes Licht reflektieren.

Im folgenden Video wurde ein dreidimensionaler Flug durch den Orionnebel visualisiert; die dafür verwendetet Bilddaten wurde vom Hubble-Teleskop aufgenommen. Nach der Annäherung zwischen den Sternen führt die Reise zunächst durch eine Gasschicht oberhalb des Nebels, die "Schleier" genannt wird. Dann geht es hinab auf die gashaltige Oberfläche, die einen Ausblick auf die Struktur der Region bietet. Dort haben Winde und Strahlung aus dem Zentrum heraus ein "Tal" erschaffen.

Nach und nach erkennt man dann runde, kaulquappenähnliche Strukturen. Solche Gebilde entstehen, weil die Sonnenwinde, die durch die hellen, massiven Sterne erzeugt werden, das Gas und den Staub um neu gebildete Sterne zurück"pusten". Diese Objekte werden Protoplanetare Scheiben genannt; in ihnen können neue Planeten entstehen.

Mit etwas Phantasie könnte man den Orionnebel als eine Art "Brutkasten" für die ihn ihm enthaltenen Bestandteile bezeichnen, durch die neue Planeten und Sterne entstehen können:


Video: Hubble Space Telescope on YouTube | NASA, ESA, F. Summers, G. Bacon, L. Frattare, Z. Levay, and K. Litaker (STScI) | Acknowledgment: A. Mellinger, R. Gendler, and R. Andreo

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