Sonntag, 17. Februar 2019

Ernährungsgewohnheiten in Deutschland: zu viel Fett und Zucker

Wissenschafts-Wochenende im v-mag: diesmal über die Ernährungsgewohnheiten in Deutschland.

Aus dem neuen Ernährungsreport der Bundesregierung [1] geht hervor, dass die Deutschen zu süß und zu fett essen. Daran trägt auch die deutsche Lebensmittelindustrie einen Teil der Verantwortung - doch Steuern auf Fett, Salz und Zucker [2] wird es hierzulande vorerst nicht geben.

Stattdessen wird in Deutschland auf die Eigenverantwortung der Verbraucher und auf freiwillige Schritte der Lebensmittelindustrie gesetzt. Hier ein kurzes Video dazu:

Video: DW Deutsch auf YouTube

[1] Ernährungsreport 2019 der Bundesregierung

[2] Seit April 2018 gibt es im Vereinigten Königreich (UK) eine Zuckersteuer auf gesüßte Getränke:

Für alle Getränke mit Zuckerzusatz und einem Gesamtzuckergehalt von fünf Gramm oder mehr pro 100 Milliliter (entspricht ca. 5% Zuckergehalt oder mehr) wird von den Herstellern von Erfrischungsgetränken eine Gebühr von 18p pro Liter erhoben. Getränke, die acht Gramm oder mehr pro 100 Milliliter (ca. 8% Zuckergehalt) enthalten, zahlen eine höhere Gebühr von 24p pro Liter. (⁕)

Als „Zucker“ gilt der normale Haushaltszucker (Saccharose) und beispielsweise Fruktose (Fruchtzucker) und Milchzucker. Ausnahme: Getränke, die insgesamt als "gesundheitsförderlich" definiert werden - z.B. solche mit hohem Milchanteil sowie alkoholfreies Bier. Zucker-Ersatzstoffe wie Aspartam, Stevia etc. sind ausdrücklich nicht von der Steuer betroffen.

→ Anm. Red. v-mag: Wir berichteten im Vorfeld über die Planung der Zuckersteuer am 21.03.2016

(⁕) Quelle und mehr über die Zuckersteuer in anderen Ländern - denn auch anderswo gibt und gab es Versuche, so den Zuckerkonsum einzuschränken - (PDF, 227 KB):

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