Montag, 16. März 2026

Bärlauch selbst sammeln: Vorsicht vor giftigen "Doppelgängern"

Jetzt im Frühjahr zieht es immer mehr Menschen in den Wald, um Bärlauch selbst zu sammeln. Denn die frischen Blätter des würzigen "Waldknoblauchs" eignen sich als Zutat für Kräuterquark, Suppen, Saucen oder Salate. 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt allerdings davor, dass Bärlauch von Sammlern immer wieder mit giftigen Doppelgängern wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt wird; dies kann zu Vergiftungsfällen führen, die teilweise tödlich enden. 

Das BfR rät Sammlern daher, im Zweifelsfall auf den Verzehr zu verzichten. Um Bärlauch von giftigen Doppelgängern zu unterscheiden, genügt es in der Regel, ein Blattstück zwischen den Fingern zu zerreiben. Zeigt sich dabei nicht der für Bärlauch typische Knoblauchgeruch, sollte man das Kraut lieber liegen lassen und sich sofort gründlich die Hände waschen. 

Doch auch dieser Test ist nicht ohne Risiko: Wenn noch der Lauchgeruch einer vorangegangenen Probe an den Händen haftet, kann dies zu einem falschen Ergebnis führen. Sammler von Bärlauch sollten die Pflanze daher mit all ihren Eigenschaften gut kennen, um sie sicher von Giftpflanzen unterscheiden zu können. 

Es gibt jedoch einen Weg, das Vergiftungsrisiko zu umgehen, ohne auf Bärlauch verzichten zu müssen. Bärlauch aus kontrolliertem Anbau wird von immer mehr Lebensmittelmärkten angeboten. Auch der Kauf von Pflanzen im Fachhandel oder der Selbstanbau auf der Fensterbank oder im Garten ist möglich.  

Weitere IInfos zum Thema Erste Hilfe-Maßnahmen bei Vergiftungsfällen für unterwegs bietet die kostenlose BfR-App „Vergiftungsunfälle bei Kindern“ ➝ bfr.bund.de/presse/bfr-apps

Quelle: BfR

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