Dienstag, 24. Mai 2022

Ciguatera: Lebensmittelvergiftung durch Fisch und Meeresfrüchte

Ciguatera ist eine Lebensmittelvergiftung, die durch Ciguatoxine verursacht wird. 

Diese Toxine kommen in bestimmten Regionen der Meere vor; dadurch können auch Speisefische sowie Meeresfrüchte damit belastet sein. Und zwar eventuell in so hoher Konzentration, dass ein Genuss der betroffenen Lebensmittel beim Menschen Ciguatera auslösen kann. 

Leider ist es so, dass Verbraucher nicht erkennen können, ob Fische / Meeresfrüchte entsprechend belastet sind; denn das Toxin ist farb- und geruchslos. Nur im Labor kann es nachgewiesen werden. 

Dazu kommt, dass weder das Erhitzen von Seefisch oder Meeresfrüchten (z. B. Kochen, Braten) noch das Einfrieren das Toxin verringern oder abtöten kann.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat daher hier Fragen mit Antworten zu diesem Thema veröffentlicht, in denen u.a. geklärt wird, welche Symptome Ciguatera hervorruft, was man bei Verdacht auf Vergiftung tun sollte und in welchen Fischen / Meeresfrüchten die Ciguatoxine häufiger vorkommen: 

     ➝  Ciguatera: Vergiftungen durch Ciguatoxine (Algentoxine) aus Seefisch und Meeresfrüchten

Montag, 23. Mai 2022

ADAC Kindersitztest : 4 von 30 Modellen durchgefallen,
nur 1 ist "sehr gut"

Im aktuellen ADAC Kindersitztest sind vier von 30 überprüften Modellen durchgefallen und laut dem Automobilclub nicht empfehlenswert. 19 der getesteten Sitze bekamen das ADAC Urteil „gut“, sechs Modelle wurden mit „befriedigend“ bewertet. 

Im Test wurden die Kindersitze in allen Größen auf die Kriterien Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt geprüft und bewertet.

 Der ADAC hat hier die Testergebnisse im Detail veröffentlicht: 

                         ➝   ADAC Kindersitztest: Vier Modelle fallen durch, nur einer ist "sehr gut"

Samstag, 21. Mai 2022

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" berät nun in 18 Sprachen
(neu: Ukrainisch)

An der Sprache darf Hilfe bei Gewalt in jeglicher Form nicht scheitern. Die Telefon-Beratung beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" kann daher nun mit Hilfe von Dolmetscherinnen auf 18 Fremdsprachen stattfinden – auch auf Ukrainisch. 

Das Sprachangebot auf Ukrainisch ist aufgrund der aktuellen Sitation erweitert worden. Die kostenfreie, anonyme und vertrauliche Beratung unter der Tel. 08000 116 016 ist damit jetzt in 18 Fremdsprachen in der Lage, Frauen in Not in ihrer Muttersprache zu helfen und ihnen Beratung zu bieten. 

Das Sprachangebot umfasst: Albanisch, Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Farsi/Dari, Kurdisch (Kurmandschi), Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, Ukrainisch und Vietnamesisch. 

 Das Team ist per Online-Beratung, per Email, im Sofort-Chat, in Leichter Sprache und Gebärdensprache sowie per Kontaktformular 24 Stunden täglich erreichbar und berät auch Angehörige, Bekannte und Fachpersonal.

Freitag, 20. Mai 2022

Wochenreport 20/2022

Neueste Verbraucherwarnungen und Rückrufe:

  • Rückruf:
    - MAGGI  5 Minuten Terrine Kartoffelbrei mit Steinpilzen
    - MAGGI  5 Minuten Terrine Kartoffelbrei mit Röstzwiebeln & Croûtons +25%
       Details: hier
  • Rückruf via Netto: "Nord Holländischer Schnittkäse mit Gartenkräutern 50% Fett i. Tr."
    Details: hier
  • Rückruf: Baby-Schnuller (Zahnungshilfe) in Form eines Pilzes "Mushroom Teether Toy"
    Details: hier
  • Rückruf: Villani  Salame Cacciatore italiano DOP, ca. 150 g
    Details: hier
  • Rückruf via Zeeman: Kochbesteck mit Holzgriff
    Details: hier
  • Rückruf: myChoco Vollmilchschokolade (Kakao: 31% mind.) mit Mandeln, Honig und Meersalz
    Details: hier
  • Rückruf: Blaumohn / Hashas der Marke "SULTAN"
    Details: hier

Neuer Rapex-Wochenbericht Nr. 20/2022 erschienen

Das Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz, "Rapex" genannt, hat wieder seinen wöchentlichen Warnbericht veröffentlicht: hier 

(Links kann man unter "Notifying Country" ein jeweiliges Land auswählen und dann darunter auf das blaue Feld mit "Search" klicken; so erhält man nur die Berichte für das ausgewählte Land heraus-gefiltert und angezeigt.)

Wer wissen möchte, was genau "Rapex" ist und welche Aufgaben dieses EU-Schnellwarnsystem hat: siehe Wikipedia

Donnerstag, 19. Mai 2022

Zensusbefragung 2022: Polizei warnt vor Betrügern

Am 15. Mai 2022 hat in Deutschland der bundesweite "Zensus" begonnen. Diese Bevölkerungs- und Wohnungszählung soll ca. 12 Wochen dauern. 

Um verlässliche Basiszahlen für Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden zu ermitteln, erhalten Teilnehmende der Haushalte und Wohnheime eine schriftliche Terminankündigung von einem Interviewer.

Alle Eigentümer von Wohneigentum werden für die Gebäude- und Wohnungszählung vom zuständigen Statistischen Landesamt postalisch kontaktiert. 

Die Befragten können wählen, ob sie den Fragebogen gemeinsam mit dem Interviewer online am Tablet oder schriftlich auf Papier ausfüllen. Das Interview dauert zwischen fünf und zehn Minuten.

Die Polizeiliche Kriminalprävention warnt in diesem Zusammenhang vor Trittbrettfahrern: 

"Möglicherweise sind auch Betrügerinnen und Betrüger unterwegs, die sich als Befrager ausgeben. Ihr Ziel ist, an sensible Daten zu kommen oder in Ihre Wohnung oder Ihr Haus zu gelangen, um dort nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertsachen zu suchen. 

Die tatsächlichen Zensusbefrager haben einen entsprechenden Ausweis, der nur zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig ist. Befragte müssen die Interviewerin bzw. den Interviewer nicht in ihre Wohnung lassen. 

Nicht gefragt wird beim Zensus unter anderem nach Angaben des Personalausweises oder des Einkommens. Auch werden keine E-Mail-Adressen, persönliche Passwörter oder Informationen zu Bank-/Kreditkarten, Konten etc. abgefragt. Darüber hinaus sind keine Unterschriften von den Befragten zu erbringen. 

Einen umfangreichen Faktencheck  finden Sie auf der Internetseite zum Zensus 2022 der statistischen Ämter des Bundes und der Länder."

Mittwoch, 18. Mai 2022

Bürger-Cert: Neuer Newsletter "Sicher • Informiert" erschienen

Der neue, kostenlose Newsletter "Sicher • Informiert" vom Bürger-Cert (ein Projekt vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) ist vor einigen Tagen wieder erschienen.

Diesmal über:
  • BKA meldet Rekorde bei Cybercrime-Delikten
  • Deepfakes werden immer beliebter
  • FIDO 2: Eine Welt ohne Passwörter ist möglich
  • Emotet ist zurück
  • Schwachstellen in Kommunikationssoftware Zoom entdeckt
... und weiteren News, Infos und Warnungen im Zusammenhang mit Computer, Internet,
Handy / Smartphone & Co.: Bürger-Cert Newsletter "Sicher • Informiert"

Dienstag, 17. Mai 2022

Fassaden-Photovoltaik: Infos über die Stromerzeugung von der Häuserwand

 Unter "Fassaden-Photovoltaik" versteht man, dass die Photovoltaikmodule - anders als bei denen auf dem Dach - senkrecht an der Häuserfassade angebracht werden. 

Die Module übernehmen neben der Stromerzeugung hierbei auch Funktionen in Bezug auf die Fassadegestaltung und den Witterungsschutz. 

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erklärt hier u.a., welche Module sich dafür eignen, ob es Unterschiede beim Solarertrag zu Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach gibt und was diese Technik kostet: 

                                               ➝   Photovoltaik an der Fassade – lohnt sich das?

Donnerstag, 12. Mai 2022

Endlich wieder ausgehen – aber sicher!

Wegen der Corona-Maßnahmen war es lange nicht mehr möglich, private Feiern, Geburtstage, aber auch Festivals, Volksfeste und die Partyszene zumindest im gewohnten Ausmaß zu begehen. Das war vor allem auch für viele junge Menschen sehr bedrückend.

Die Polizeiliche Kriminalprävention macht im Hinblick auf die derzeit "wiedererlangte" Freiheit und der manchmal damit verbundenen Ausgelassenheit darauf aufmerksam, dass es bei solchen Veranstaltungen nach wie vor Gefahren durch Alkohol, Belästigung oder K.O.-Tropfen gibt.

Hier daher Tipps von der Polizei für sicheres Ausgehen:

Mittwoch, 11. Mai 2022

Infos: Solardachpflicht für Neubauten sowie Solarpflicht bei Dachsanierungen

Die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien soll laut Bundesregierung bis 2030 bei 80 Prozent liegen. 

Um dies zu erreichen, gilt bereits in Baden-Württemberg seit dem 1. Mai 2022 eine entsprechende Solardachpflicht für private Neubauten - weitere Bundesländer werden nachziehen. Ab Januar 2023 gilt eine Solarpflicht auch bei grundlegenden Dachsanierungen.

Was "Solardachpflicht" oder "Solarpflicht" genau bedeutet erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hier: 

                        ➝   Solardachpflicht für Neubauten – was heißt das konkret?

Dienstag, 10. Mai 2022

Auch E-Zigaretten können negative Folgen für die Gesundheit haben

E-Zigaretten werden vor allem als weniger gesundheitsschädigende Alternative zur Tabakzigarette vermarktet; beim "Rauchen" (oder vielmehr "Dampfen") dieser Geräte werden die Inhaltsstoffe folglich verdampft statt verbrannt. 

Nach derzeitigen Erkenntnissen des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR) ist das Gesundheits-risiko bei optimalen Geräteeinstellungen und Flüssigkeitsformulierungen tatsächlich geringer als bei Tabakzigaretten; allerdings kann das „Dampfen“ dennoch negative Folgen für die Gesundheit haben. 

BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel erläutert: 

Am BfR wurden geeignete Lungenmodelle entwickelt, um daran Aromastoffe in E-Liquids zu untersuchen. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass diese nicht so harmlos sind und manche sogar ein krankmachendes Potential aufzeigen. 

Erschwerend für die Bewertung von E-Zigaretten kommt die Vielfalt an Modellen und Liquids hinzu. Ob weniger schädlich oder mit Vorsicht zu genießen - den Chancen und Risiken der E-Zigarette wird weiter nachgegangen.“ 

Gesundheitliche Risiken können sich für „Dampfer“ aus dem Nikotin, den Verneblungs-, Wirk- und Zusatzstoffen sowie möglichen Verunreinigungen ergeben. Des Weiteren können aufgrund der Hitzeeinwirkung andere gesundheitsgefährdende Stoffe entstehen. Auch der Dampf von E-Zigaretten, der von umstehenden Personen eingeatmet wird, kann gesundheitlich bedenkliche Substanzen enthalten. 

Weitere Infos vom BfR zum Thema:  ➝ Elektronische Zigarette

Montag, 9. Mai 2022

Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Das Umweltbundesamt (UBA) macht darauf aufmerksam, dass die Produktion und der Konsum von Lebensmitteln in Deutschland für bis zu 30 Prozent aller Umweltauswirkungen verantwortlich sind.

Da könnte viel engespart werden; denn auf dem Weg vom Feld zum Teller wird ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet. Gleichzeitig leiden weltweit viele Millionen Menschen unter Hunger. Durch die Verschwendung gehen nicht nur die Lebensmittel selbst verloren, sondern auch die zur Herstellung verwendeten Ressourcen. 

So werden landwirtschaftliche Flächen belegt, Ressourcen wie Wasser, Düngemittel und Technik eingesetzt sowie Emissionen freigesetzt. Schließlich trägt dies auch in nennenswerter Größenordnung zum ⁠Klimawandel⁠ bei. 

Daher hier Links zu Webseiten mit Infos und Tipps, wie Verbraucher in ihrem Alltag die Lebensmittelverschwendung minimieren können (um nebenbei auch noch Geld einzusparen): 

Samstag, 7. Mai 2022

Betrüger rufen im Namen der Verbraucherzentrale an

Wie die Verbraucherzenrale Bayern berichtet, gehen bei ihr derzeit vermehrt Beschwerden über falsche Verbraucherschützer ein. Betroffene berichten, dass sie im Namen der Verbraucherzentrale angerufen wurden. 

Die falschen Verbraucherschützer versuchen dann am Telefon kostenpflichtige Service-Leistungen zu verkaufen, z.B. zum Schutz vor ungewollten Anrufen.

Die Betrüger nutzen damit den guten Namen der Verbraucherzentrale aus um an Geld oder sensible Daten der Verbraucher zu kommen. Die Verbraucherzentrale betont, dass sie nie unaufgefordert anruft. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sich nicht auf ein Gespräch einlassen. Am besten ist es, sofort aufzulegen.

Die Beratung der tatsächlichen Verbraucherzentrale findet ausschließlich auf Nachfrage der Ratsuchenden statt. Die Verbraucherzentralen treten niemals von sich aus mit Verbrauchern in Kontakt.

Freitag, 6. Mai 2022

Wochenreport 18/2022

Neueste Verbraucherwarnungen und Rückrufe:

  • Rückruf via A.I.&E: Spielzeug-Feuerwehrwagen ("Brandweerwagen")
    Details: hier
  • Rückruf via Ziegenhof Lenggries (Bayern): Käse "Kräuterziege Natur und Brennnessel"
    Details: hier
  • Rückruf via Nathe: Nathe  Pferde-Trensengebisse
    Details: hier
  • Rückruf via Action: Spielzeug "Wachsende Schildkröte in Ei" ("Growing Egg Turtle")
    Details: hier
  • Rückruf: Diverse "elite"- Schokoladen- und Süßwaren der Fa. Strauss
    Details: hier
  • Rückruf via Depesche Vertrieb: Spielzeug "Water Snake"
    Details: hier

Neuer Rapex-Wochenbericht Nr. 18/2022 erschienen

Das Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz, "Rapex" genannt, hat wieder seinen wöchentlichen Warnbericht veröffentlicht: hier 

(Links kann man unter "Notifying Country" ein jeweiliges Land auswählen und dann darunter auf das blaue Feld mit "Search" klicken; so erhält man nur die Berichte für das ausgewählte Land heraus-gefiltert und angezeigt.)

Wer wissen möchte, was genau "Rapex" ist und welche Aufgaben dieses EU-Schnellwarnsystem hat: siehe Wikipedia

Donnerstag, 5. Mai 2022

Coronaviren auf Trinkgläsern: Reichen normale Spülmittel zur Entfernung aus?

Zwar werden in der Regel die Coronaviren über Tröpfchen und Aerosole direkt von Mensch zu Mensch weitergegeben; allerdings fragen sich manche Verbraucher, ob eine mögliche Übertragung beispielsweise über Trinkgläser eine Gefahr darstellt. 

Denn Trinkgläser nehmen bei dieser Überlegung eine besondere Stellung ein, da sie in direkten Kontakt mit dem Mund und der Mundhöhle kommen. - und Schmierinfetkionen können nach heutigem Wissensstand nicht ausgeschlossen werden.

Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) ist daher dieser Überlegung im Rahmen eines Forschungsprojektes nachgegangen. 

BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel erläutert: 

Coronaviren sind auf Glas relativ stabil - das bestätigen unsere Untersuchungen. Eine ausreichende Reinigung von Trinkgläsern ist daher wichtig. Unsere Daten zeigen, dass handelsübliche Spülmittel und manuelle Gläserspülgeräte Coronaviren effektiv von Trinkgläsern entfernen können.“ 

Die Studie wurde am 6. April 2022 in dem wissenschaftlichen Fachjournal "Food Microbiology" veröffentlicht (engl.): ➝ https://doi.org/10.1016/j.fm.2022.104036 

( ...) Als behüllte Viren, deren Erbgut von einer Fettschicht umgeben ist, reagieren Coronaviren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole und Tenside, die als Fettlöser in Seifen und Geschirrspülmitteln enthalten sind. 

Mittwoch, 4. Mai 2022

Verbraucherzentrale: "Geldinstitute setzen Kunden mit Negativzinsen unter Druck "

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg macht darauf aufmerksam, dass immer mehr Banken und Sparkassen in Deutschland von ihren Kunden Verwahrentgelte für Guthaben auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten verlangen. 

Wer eine entsprechende Vereinbarung nicht akzeptiert, dem droht eventuell sogar die Kündigung. Zugleich werden oft teure und riskantere Alternativen angeboten, damit kein Verwahrentgelt fällig wird. 

Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale, erläutert: 

"Die angebotenen Produkte sind oft nicht bedarfsgerecht. Meist sind sie wegen hoher Kosten zu teuer, sodass sie im aktuellen Zinsumfeld kaum positive Renditen erwarten lassen. Zudem können höhere Risiken gerade für ältere Menschen, die auf Sicherheit und Verfügbarkeit angewiesen sind, zum Problem werden. Betroffenen komme die Anlageempfehlung mitunter teuer zu stehen.

Die Geldinstitute nutzen die Drohkulisse Verwahrentgelt und jüngst auch die hohe Inflationsrate, um den Ratsuchenden Anlageprodukte wie zum Beispiel Mischfonds, standardisierte Vermögensverwaltungen und private Rentenversicherungen zu verkaufen, für die sie hohe Provisionen erhalten“, weiß Nauhauser. „Wer Negativzinsen ausweichen möchte, landet so schnell in der Provisionsfalle der Banken und Sparkassen.“

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat zwei aktuelle und typische Fälle aus ihrer Beratungspraxis veröffentlicht, die die derzeitige Praxis vieler Volksbanken und Sparkassen beschreiben, die jeweils hoch standardisierte Produkte aus dem Verbund vertreiben. 

Ob die Geldinstitute Verwahrentgelte überhaupt verlangen dürfen, ist gerichtlich noch umstritten. „Sagen Sie dem Verkäufer klipp und klar, dass Sie sich nicht unter Druck setzen lassen und dass Sie sich die Zeit nehmen werden, den Anlagevorschlag zu prüfen“, rät Finanzexperte Nauhauser.

Dienstag, 3. Mai 2022

Tipps: Lebensmittel-Notvorräte anlegen

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte am vergangene Sonntag in einem Interview mit dem "Handelsblatt", dass es Angesichts der aktuellen Krisen für Privathaushalte sinnvoll sei, Notvorräte anzulegen. 

Unabhängig davon rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) schon seit längerem dazu, Essen und Wasser für zehn Tage auf Vorrat zu halten. 

Dies beinhaltet pro Person und Tag 2 Liter Flüssigkeit (davon 0,5 l Wasser zur Zubereitung von Lebensmitteln). Pro Person und Tag sollte von einer Ernährung mit ca. 2.200 Kilokalorien ausgegangen werden. 

(Das sind natürlich Werte für einen durchschnittlichen Erwachsenen; aber falls es zu einem solchen Notfall kommt, kann ein eventuelles "Zuviel" an Vorrat nicht schaden. Und auch an Medikamente und Sanitätsmaterialien sollte gedacht werden.)

Das BKK hat daher einen Ratgeber für "Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" veröffentlicht, in dem u.a. Vorschläge für den Lebensmittelvorrat stehen: 

                                                         ➝ Meine persönliche Checkliste 

Das Bundesministerium für Ernährung hat hier Vorratskalkulator veröffentlicht, mit dem man individuell den Bedarf für eine oder mehrere Personen ausrechnen kann; mit konkreten Vorschlägen für entsprechende Lebensmittel: ➝ Vorratskalkulator

(Man sollte allerdings bedenken, dass es im Falle eines Strom- / Gasausfalls schwierig bis unmöglich sein wird, Lebensmittel wie z.B. Kartoffeln oder Reis zuzubereiten. Unter dieser Vorraussetzung sollte der Schwerpunkt auf die Konserven gelegt und entsprechend mehr davon bevorratet werden. Und natürlich auf länger haltbare Backwaren wie Zwieback, Knäckebrot, Dosenbrot etc.  Auch Nüsse sind als gesunder Protein- und Energielieferant empfehlenswert.)

Montag, 2. Mai 2022

FSME: Zeckenbisse können zu schwerer Erkrankung führen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) macht auch in diesem Jahr wieder auf die Frühsommer-Meningoenzephalitis – kurz FSME - aufmerksam. 

Dabei handelt es sich um eine durch Zeckenbisse übertragene Erkrankung, bei der es zur Entzündung von Hirnhaut, Gehirn oder Rückenmark kommen kann. 

 In Deutschland kommt FSME vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen vor. Neu sind sechs Risikogebiete hinzugekommen: erstmals Landkreise in Brandenburg (LK Oberspreewald-Lausitz, LK Oder-Spree und LK Spree-Neiße) sowie der Stadtkreis Solingen in NRW. 

Die BZgA rät daher Menschen, die sich in FSME-Risikogebieten im Grünen aufhalten, zum Impfschutz gegen FSME und informiert dazu auf ➝ impfen-info.de.

Beliebteste Artikel