Mittwoch, 30. Juni 2021

Ab 1. Juli 2021: Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen für das Einkommen

Pfändungsfreigrenzen bei Verschuldeten sollen sicherstellen, dass der Schuldner auch bei einer Pfändung seines Arbeitseinkommens über das Existenzminimum verfügen und seine gesetzlichen Unterhaltspflichten erfüllen kann.

Damit soll gleichzeitig vermieden werden, dass der Schuldner wegen der Pfändung auf Sozialleistungen angewiesen ist und dadurch letztlich die Allgemeinheit für private Schulden einstehen muss.

Ab 01. Juli 2021 gibt es Erhöhungen bei den Pfändungsfreigrenzen (auch beim Pfändungs-schutzkonto wird erhöht). Die Verbraucherzentrale Hamburg erklärt hier mehr dazu:

                                ➝ Erhöhung der Pfändungsfreigrenze zum 1. Juli

Und hier hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz weitere Infos dazu sowie die tabellarischen Übersicht der Pfändungsfreigrenzen zum kostenlosen Herunterladen oder Bestellen veröffentlicht:

                                 ➝  Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen ab 1. Juli 2021

Dienstag, 29. Juni 2021

Achtung, Ei-Allergiker / Rückruf:
Käse "Grana Padano", 16 Monate gereift, 200 g

Weil auf dem Käse ein falsches Rückenetikett mit „Pecorino Romano“ aufgebracht wurde und daher der Hinweis fehlt, dass darin die Zutat „Lysozym aus Ei“ enthalten ist, ruft die Firma Colla SpA zurück:
  • Grana Padano, 16 Monate gereift, 200 g
    Mindesthaltbarkeitsdaten:
    26.09.21 mit Charge L: 1704 und
    02.10.21 mit Charge L: 1803
      - jeweils mit falschem Rückenetikett „Pecorino Romano
    EWG-Nr.: IT 08 29 CE
Ei-Allergiker sollten den Käse nicht essen; er kann im Markt gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben werden, auch ohne Kassenbon. Quellen: REWE und lebensmittelwarnung.de

Illegaler Tierbaby-Handel im Internet

Niedliche Hunde-oder Katzenbabys - nicht zuletzt wegen den Corona-Maßnahmen ist die Nachfrage nach den putzigen Fellnasen enorm gestiegen. Auch im Internet gibt es entsprechende Plattformen, die bestückt sind mit Anzeigen für Haustiere.

Die Polizeiliche Kriminalpolizei mahnt bei solchen Angeboten allerdings zur Vorsicht; denn nicht alle Anbieter sind seriös: 

"Viele der Tiere werden - meist im Ausland - unter tierschutzwidrigen Bedingungen aufgezogen, viel zu jung von der Mutter getrennt und nach Deutschland transportiert. Die Tiere sind oft derart geschwächt und krank, dass sie häufig wenige Tage nach dem Kauf versterben oder eingeschläfert werden müssen.

Andere Tiere werden angeboten ohne dass es sie überhaupt gibt. Angeblich muss das Tier vor Einreise in Quarantäne oder immense Tierarzt- und Transportkosten müssten vorab beglichen werden.

Dazu kommt, dass in Deutschland für die gewerbliche Tierzucht oder der Handel mit Tieren eine Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz (➝ TierSchG) vorliegen muss. Gleiches gilt für Händler, die Tiere aus dem Ausland nach Deutschland einführen und diese hier verkaufen oder vermitteln. Liegt diese Erlaubnis nicht vor, findet der Handel beziehungsweise die Vermittlung illegal statt und ist strafbar.

Tipps von der Polizeilichen Kriminalprävention für den Hundekauf:

Montag, 28. Juni 2021

Achtung, Gluten-Allergiker / Rückruf:
"Clasen Bio Sojamehl", 300 g

Weil darin das Allergen Gluten nachgewiesen wurde, ruft die Carl Wilhelm Clasen GmbH zurück:
  • "Clasen Bio Sojamehl", 300 g
     MHD: 31.03.2022   |  Charge: 15558002
Kunden können das o.g. Produkt in ihren Einkaufsstätten gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben; auch ohne Kassenbon. Quelle: lebensmittelwarnung.de

Neue psychoaktive Stoffe (NpS) in Bayern auf dem Vormarsch

Neue psychoaktive Stoffe (NpS) sind laut Polizei in Bayern auf dem Vormarsch. Im Handel wirken die syntetisch hergestellten Substanzen recht harmlos; in bunten Tütchen werden sie als „Kräutermischung“, „Badesalz“ oder „Legal Highs“ angeboten. Auch in flüssiger Form gibt es sie in Fläschchen abgefüllt u.a. als "Lufterfrischer". Diese Drogen bergen jedoch eine erhebliche Gesundheitsgefahr.

Bei der Herstellung der beliebten "Kräutermischungen" beispielsweise werden normale Kräuter mit teils hochpotenten synthetischen Cannabinoiden und Lösungsmitteln besprüht und in farbenfrohe Tütchen verkauft. Da die Rezepturen ständig geändert werden und die Inhaltsangaben auf der Verpackung im Regelfall bewusst vage gehalten werden oder nicht stimmen, steigt die Gefahr einer Überdosierung.

Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) warnt daher eindringlich vor den Drogen, die vor allem über das Internet vertrieben werden. 

Es gibt sogar große Online-Shops, die den Handel in betriebsähnlichen Strukturen mit vielen Beteiligten und unterschiedlichen Hierarchieebenen betreiben. Sie treten hinter einer pseudo-legalen Fassade mit Werbung, AGBs und Servicetelefonen auf, die dem Konsumenten eine nicht vorhandene Sicherheit vorgaukeln.

Samstag, 26. Juni 2021

Was tun, wenn die "PlayStation 5" nicht geliefert wird?

Nach Angaben derVerbraucherzentralen häufen sich bei ihnen die Beschwerden von verärgerten Kunden, die eine "PlayStation 5" bestellt und bereits bezahlt haben - sie aber schon seit Wochen - wenn nicht gar Monaten - auf die Zustellung der Konsole warten. Ursache für die vielen aus-stehenden Lieferungen ist meist die enorme Nachfrage. 

Die Verbraucherzentrale Bayern gibt hier Infos und Tipps, was Betroffene jetzt tun können (mit kostenlosen Musterbriefen):

                               ➝   PlayStation 5 wird nicht geliefert – diese Rechte haben Sie

Rückruf via Aldi Nord: „FEURICH Salsa Dips“, Sorte "Käse"

Weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass darin vereinzelt Glassplitter enthalten sind, ruft der Aldi Nord-Lieferant „NV Snack Food Poco Loco“ zurück:
  • Die Sorte "Käse" des „FEURICH Salsa Dips“
    Mindesthaltbarkeitsdatum: 30-11-2022
Der o.g. Artikel wurde in bestimmten Aldi-Nord-Filialen verkauft -  Kunden werden gebeten, ihn in die Filialen zurückzubringen; der Kaufpreis wird erstattet: Quelle mit weiteren Details: Aldi Nord

Rückruf: Gemüsesaft "I·DO Greens Come True"

Weil darin ein Kunststoffsplitter festgestellt wurde, ruft die Antidote Vertriebs GmbH zurück:
  • Gemüsesaft in Rohkostqualität "I·DO Greens Come True"
    MHD: 01.07.2021
Der o.g. Saft kann in der jeweiligen Einkaufsstätte zurückgegeben werden; der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. Quellen: lebensmittelwarnung und I DO

Alkohol – gefährliche Alltagsdroge

Anlässlich des heute, am 26. Juni 2021 stattfindenden Weltdrogentags weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die mit dem Alkoholkonsum verbundenen Risiken hin. 

Denn in Deutschland wird leider überdurchschnittlich viel Alkohol konsumiert; mit umgerechnet 10,8 Litern Reinalkohol lag der bundesweite jährliche Pro-Kopf-Konsum der Bevölkerung ab 15 Jahren 2019 deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Etwa 1,4 Millionen Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren trinken missbräuchlich und etwa 1,6 Millionen gelten als alkoholabhängig. Jährlich sind rund 20.000 Todesfälle bundesweit auf hohen Alkoholkonsum zurückzuführen.

Auch werden die Risiken übermäßigen Alkoholkonsums in allen Altersgruppen unterschätzt – das zeigen die jährlich mehr als 100.000 Fälle von akuter Alkoholvergiftung mit Krankenhausaufenthalt in Deutschland. 

Die BZgA bietet zur Alkoholprävention sowie für bereits Abhängige und deren Angehörige hier altersbezogene Infos und Beratungsangebote zum Thema an:

Freitag, 25. Juni 2021

Bürger-Cert: neuer Newsletter "Sicher • Informiert" erschienen

Der neue, kostenlose Newsletter "Sicher • Informiert" vom Bürger-Cert (ein Projekt vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) ist wieder erschienen.

Diesmal über:
  • Datenpanne bei MediCan (ehem. Betreiber von Corona-Schnelltests/Testzentren)
  • Kein Spiel: Hackerangriff auf Electronic Arts
  • Leck bei Peloton
  • Sicherheitslücken in vorinstallierten Apps auf Samsung-Smartphones
  • 59 Prozent der Deutschen sind zu sorglos im Internet unterwegs

... und weiteren News, Infos und Warnungen im Zusammenhang mit Computer, Internet,
Handy / Smartphone & Co.: Bürger-Cert Newsletter "Sicher • Informiert"

Wochenreport 25/2021

Neueste Verbraucherwarnungen und Rückrufe:

  • Rückruf via Lidl: „Kania Fix Nudel-Schinken Gratin“, „Kania Fix Bolognese“
    und „Kania Fix für Lasagne“
    Details: hier
  • Rückruf via Reer: bestimmte Chargen des Babyflaschen-Vaporisators "VapoDry"
    Details: hier
  • Rückruf via Kaufland: „Kinderschaukel 3 in 1“
    Details: hier
  • Rückruf via Riese & Müller: Lastenfahrrad "Packster 70"
    Details: hier
  • Rückruf via Action: Kinderkostüm/Onesie “Look at my stripetastic hood”
    Details: hier
  • Rückruf: ADRIA Pizza-Tomaten in Dosen, 4250 ml
    Details: hier
  • Rückruf via Zeemann: Holzeisenbahn-Set
    Details: hier
  • Rückruf via Zeemann: Armbänder mit der Artikelnummer 17930
    Details: hier

Produktwarnungen und Rückrufe bezüglich Mund- und Nasenschutz: In der laufend aktualisierten Datenbank von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt es eine Auflistung von Schutzmasken, vor denen gewarnt wird oder/und die zurückgerufen werden (etwas weiter unten auf der Seite):

                        ➝ Gefährliche Produkte in Deutschland / Schutzmasken

Neuer Rapex-Wochenbericht Nr. 25/2021 erschienen

Das Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz, "Rapex" genannt, hat wieder seinen wöchentlichen Warnbericht veröffentlicht: hier

Wer wissen möchte, was genau "Rapex" ist und welche Aufgaben dieses EU-Schnellwarnsystem hat: siehe Wikipedia

Donnerstag, 24. Juni 2021

Pflege in Privathaushalten: ausländische Betreuungskräfte haben Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn

Das Bundesarbeitsgericht hat in seinem Urteil vom 24. Juni 2021 entschieden, dass ausländische Betreuungskräfte, die in Deutschland in Privathaushalten arbeiten, Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn für geleistete Arbeitsstunden haben. 

Dazu gehört auch der Bereitschaftsdienst: "Ein solcher kann darin bestehen, dass die Betreuungskraft im Haushalt der zu betreuenden Person wohnen muss und grundsätzlich verpflichtet ist, zu allen Tag- und Nachtstunden bei Bedarf Arbeit zu leisten."

Quelle mit weiteren Details dazu: ➝ Pressemitteilung Bundesarbeitsgericht vom 24.06.2021

Für bedürftige Familien ab August 2021: Einmalig 100 € Kinderfreizeitbonus

Bedürftige Familien und Familien mit kleinen Einkommen erhalten ab August 2021 einen einmaligen Kinderfreizeitbonus von 100 Euro je Kind. Dies wurde im Rahmen des Aktionsprogramms der Bundesregierung „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ beschlossen. 

Mit dem Geld soll es den Kids ermöglicht werden, Ferien- und Freizeitgestaltung wahrzunehmen und Versäumtes nachzuholen.

Den Bonus gibt es für Kinder, die am 1. August 2021 noch nicht 18 Jahre alt sind und für die Kindergeld oder eine vergleichbare Leistung bezogen wird.  

Zusätzlich muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein: Die Familie bezieht für ihre Kinder…

Mittwoch, 23. Juni 2021

Rückruf via Kaufland: „Kinderschaukel 3 in 1“

Dieser Artikel wird von Kaufland zurückgerufen, weil die Clips des Mittelstücks brechen können, wobei Kleinkinder (6 – 36 Monate) durchrutschen könnten (Verletzungsgefahr):
  • Kinderschaukel 3 in 1
    GTIN: 4337185020933
    verkauft bei Kaufland vom 06.03.2017 bis 26.08.2020
Kunden können die Schaukel in allen Kaufland-Märkten zurückgegeben; der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. Quelle mit Produktfoto: kaufland.de

Rückruf via Lidl: „Kania Fix Nudel-Schinken Gratin“,
„Kania Fix Bolognese“ und „Kania Fix für Lasagne“

Weil die in den betroffenen Produkten enthaltenen Zwiebeln mit Blei belastet sind, ruft der Hersteller HACO AG zurück:
  • Kania Fix Nudel-Schinken Gratin, 30 g
    MHD: 06.09.2022
  • Kania Fix Nudel-Schinken Gratin, 28 g
    MHD: 06.11.2022 | 04.01.2023 | 31.01.2023 | 21.02.2023
  • Kania Fix Bolognese, 41 g
    MHD: 09.10.2022
  • Kania Fix Bolognese, 38 g
    MHD: 02.11.2022 | 14.11.2022 | 12.01.2023 | 15.02.2023
  • Kania Fix für Lasagne, 54 g
    MHD: 01.01.2023 | 25.01.2023 | 12.02.2023
Die betroffenen Produkte wurden bei Lidl in Deutschland verkauft. Sie können in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden; der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. Quelle: Lidl und lebensmittelwarnung.de

ADAC-Test: Offroad-Pedelecs

Elektrofahrräder boomen: Allein im Corona-Jahr 2020 wurden 1,95 Millionen verkauft. Darunter auch Offroad-Pedelecs, die sich sowohl für die Straße als auch fürs Gelände eignen. 

Der ADAC hat daher sieben dieser Räder auf Sicherheit und Fahrkomfort getestet. Ergebnis: fünf Mal die Note „gut“, einmal „befriedigend“ und einmal „mangelhaft“. Gemeinsam ist allen getesteten Pedelecs die Kombination von tiefem Einstieg, komfortabler Sitzposition und gutem Fahrverhalten. 

Die untersuchten Offroad-Pedelecs rangieren von „gemütlich“ bis „sportlich“ und sind alle relativ schwer (zwischen 26,5 bis knapp 30 Kilogramm). Zum Teil deutliche Unterschiede gibt es jedoch in den ADAC Testkriterien: Fahreigenschaften, Handhabung, Qualität der Antriebssysteme, Sicherheit und Haltbarkeit sowie Schadstoffe. Wie bei Elektroautos fließen auch hier Reichweite und Ladedauer ins Testurteil mit ein.

Die detaillierten Testergebnisse gibt es hier:  ➝ ADAC / Offroad-Pedelecs im ADAC-Test

Dienstag, 22. Juni 2021

Rentenbesteuerung: immer mehr Rentner steuerpflichtig

Durch Rentenerhöhungen oder Veränderung der persönlichen Verhältnisse könnten Rentner, die bislang keine Pflicht zur Steuererklärung hatten, in die Steuerpflicht gerutscht sein. Daher sollten sich Betroffene jedes Jahr aufs Neue fragen, ob sie Steuern zahlen müssen und ob eine Steuerklärung Pflicht ist. Auf der Themenseite dazu vom Bundesministerium für Finanzen gibt es Infos dazu:

                          ➝   Bundesfinanzminiserium / Rentenbesteuerung

Für Senioren hat das Bayerische Landesamt hier Alterseinkünfte-Rechner für die Einkommen-steuerberechnung für die Kalenderjahre ab 2005 online gestellt

(Die Rechner können nur die gängigen Standardsachverhalte berücksichtigen; insbesondere in besonders gelagerten Einzelfällen kann eine individuelle steuerliche Beratung nicht ersetzt werden. Alle Berechnungen erfolgen anonym; die eingegebenen Daten und die ausgewiesenen Ergebnisse werden seitens der Steuerverwaltung nicht erfasst und nicht gespeichert.)

     ➝  Alterseinkünfte-Rechner: Einkommensteuerberechnung für Seniorinnen und Senioren

Montag, 21. Juni 2021

Vorsicht, unseriöse Haustürvertreter: Senioren-Abzocke mit teuren Büchern

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) warnt vor Vertretern, die an Hautüren Bücher für mehrere tausend Euro an Senioren verkaufen möchten. Als Verkaufsargument wird behauptet, dass die Lexika und Nachbildungen historische Bücher und damit sichere Geldanlagen sind. Sie können angeblich in absehbarer Zeit mit hohem Gewinn wieder verkauft werden.

Falls das nötige Kleingeld fehlt, haben manche Hausierer auch schon einen Kreditvertrag griffbereit. Und wenn die Senioren nicht wissen, an wen sie die Bücher weiterverkaufen könnten, kann auch da der Vertreter weiterhelfen - natürlich nur gegen Vorkasse (zu einem Weiterverkauf durch die Vertreter kommt es in den meisten Fällen jedoch nicht).

Dem vzbv liegen demnach Fälle von Betroffenen vor, die mit dieser Masche bis zu 100.000 Euro verloren haben. Denn die Bücher können bestenfalls nur zu einem Bruchteil des Kaufbetrages weiter verkauft werden - falls überhaupt.

Das Tragische an solchen Fällen ist, dass besonders häufig Menschen mit geringem Einkommen betroffen sind. Diese möchten mit der vermeintlichen Geldanlage ihre Rente aufbessern oder Geld für die Enkel anlegen. Der vzbv warnt daher: "Wer kein Experte für wertvolle Bücher ist, kann über den wahren Wert von Büchern schnell getäuscht werden."

Sonntag, 20. Juni 2021

Handelsverband: "Sonntagsshopping darf kein Tabu sein"

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert die Politik dazu auf, für mehr Rechtssicherheit bei gelegentlichen Sonntagsöffnungen im Einzelhandel zu sorgen.

Der HDE möchte eine Enttabuisierung des Themas erreichen, denn Einkaufen sei genauso Teil der Freizeitgestaltung wie der Restaurant- oder Museumsbesuch. Daher sollten die Händler kurzfristig zum Ausgleich für die langen Lockdowns, in denen die Ladentüren geschlossen waren, für den Rest des Jahres auch sonntags öffnen dürfen.

Laut dem HDE sei es außerdem eine eine Mär, dass die Beschäftigten sich gegen Sonntagsarbeit wehren. Die Erfahrungen vor Ort zeigen, dass sich aufgrund der gewonnen Flexibilität und des zusätzlichen Entgelts für die Sonntagsarbeit in den allermeisten Fällen ausreichend Freiwillige finden, die demzufolge gerne einspringen.     |   Quelle: HDE

Rückruf: ADRIA Pizza-Tomaten in Dosen, 4250 ml

Weil vereinzelt Lackablösungen im Inneren der Konservendosen festgestellt wurden, ruft die Paul M. Müller GmbH zurück;
  • ADRIA Pizza-Tomaten (Polpa di Pomodoro), 4250 ml in Dosen
    MHD: 31.08.2022
    Charge SI LJ 240   MHD/BBE:31/08/2022 |  EAN (GTIN) 4 003735 770367
Kunden können das o.g. Produkt in ihren Einkaufsstätten zurückgeben; der Kaufpreis wird erstattet auch ohne Kassenbon. Quelle: lebensmittelwarnung.de

Rückruf: Schärdinger Brat- und Grillkäse, Natur, 150 g

Wegen einer Kontamination mit Listerien nicht zum Verzehr geeignet:
  • Schärdinger Brat- und Grillkäse, Natur,150 g
    MHD: 02.08.2021  |  Chargennummer: 115890
Kunden können das o.g. Produkt in ihren Einkaufsstätten zurückgeben; der Kaufpreis wird erstattet auch ohne Kassenbon. Quelle: AGES Österreich

Samstag, 19. Juni 2021

Achtung, Hautschäden: Ab UV-Index 3 sind
Schutzmaßnahmen nötig

Der Sommer hat bereits in den meisten Regionen Deutschlands für viel Sonne und Hitze gesorgt. Nun zieht es viele Menschen nach draußen - auch vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Pandemie bzw. der "Stubenhockerei" deswegen.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weist darauf hin, dass man dabei immer auch an Sonnenschutz denken sollte. Denn mit der stärkeren Sonneneinstrahlung steigt u.a. auch die Gefahr der Hautschädigung durch UV-Strahlung.

Einen Anhaltspunkt für den Sonnenschutz gibt der UV-Index. Er gibt den erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung an. 

Ab UV-Index 3 sind Schutzmaßnahmen erforderlich, ab UV-Index 8 sollte man sich möglichst nicht im Freien aufhalten. In den Sommermonaten werden in Deutschland Werte von bis zu 9 erreicht, im Gebirge sind auch UV-Index-Werte von bis zu 12 möglich.

Das BfS hat hier jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag 3-Tages-UV-Index-Prognosen für die 10 Vorhersagegebiete in Deutschland veröffentlicht: ➝  UV-Prognose 

Weitere Infos vom BfS zum Thema: 

Freitag, 18. Juni 2021

Wochenreport 24/2021

Neueste Verbraucherwarnungen und Rückrufe:

  • Rückruf: Birkenstock Kinder-Sandale, Modell Mogami
    Details: hier
  • Rückruf & Austausch:
    USB-C Ladekabel vom Babyphone Drä­ger Dreamguard® 3-in-1
    Details: hier

Produktwarnungen und Rückrufe bezüglich Mund- und Nasenschutz: In der laufend aktualisierten Datenbank von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt es eine Auflistung von Schutzmasken, vor denen gewarnt wird oder/und die zurückgerufen werden (etwas weiter unten auf der Seite):

                        ➝ Gefährliche Produkte in Deutschland / Schutzmasken

Neuer Rapex-Wochenbericht Nr. 24/2021 erschienen

Das Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz, "Rapex" genannt, hat wieder seinen wöchentlichen Warnbericht veröffentlicht: hier

Wer wissen möchte, was genau "Rapex" ist und welche Aufgaben dieses EU-Schnellwarnsystem hat: siehe Wikipedia

Donnerstag, 17. Juni 2021

Bund fördert Einbau von Luftfilteranlagen in Einrichtungen für Kinder unter 12 Jahren

Seit dem vergangenen Freitag (11.06.2021) können Anträge für den Neueinbau von Corona-gerechten, stationären raumlufttechnischen (RLT-) Anlagen für Einrichtungen für Kinder unter 12 Jahre gestellt werden (für diese Altersgruppe ist bisher kein Impfstoff gegen Corona zugelassen. Stand: 17.06.2021).

Diese umfassen Kindertageseinrichtungen, Horte, Kindertagespflegestellen im Sinne von §§ 33 Nr. 1 und Nr. 2 des Infektionsschutzgesetzes in öffentlicher oder freier Trägerschaft und staatlich anerkannte allgemeinbildende Schulen in öffentlicher oder freier Trägerschaft, mit Ausnahme von Schulen der Erwachsenenbildung.

Mit dem Programm werden stationäre Neuanlagen gefördert, die im kombinierten reinen Zu-/Abluftbetrieb mit Wärmerückgewinnung oder im kombinierten Zu/-Abluftbetrieb mit Wärmerückgewinnung und mit einem Umluftanteil von maximal 50 Prozent betrieben werden.

Im Zuge der Novellierung werden auch für die Um- und Aufrüstung von RLT-Anlage (vgl. Richtlinie Nr. 6.1) weitere Zuwendungsempfänger mit aufgenommen: Dazu zählen u. a. Einrichtungen der Rehabilitation, Frühförderstellen sowie besondere Wohnformen und Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe.

Quelle: Pressemitteilung Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Weitere Infos zu diesem Thema:  ➝ www.bafa.de/rlt

Mittwoch, 16. Juni 2021

Hitze & Trockenheit: aktuelle Infos über Waldbrandgefahr und Gewitter / Starkregen

Aufgrund der hohen Temperaturen und der Trockenheit besteht in Teilen Deutschlands eine erhöhte Waldbrandgefahr. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht hier eine Übersicht über die aktuelle Gefahrenlage in der jeweiligen Region: ➝ Waldbrandgefahrenindex 

Mit der Hitze besteht auch die Gefahr von Gewittern und Starkregen. Welche Regionen betroffen sind, hat der DWD hier veröffentlicht: ➝ Warnkarten

Am 18. Juni kostenloser Online-Vortrag (auch) für Senioren:
Clever Lebensmittel im Internet bestellen

Nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie bzw. den damit verbundenen Maßnahmen boomt der Onine-Handel. Auch der Einkauf von Lebensmittel erfreut sich steigender Beliebtheit, denn immer mehr Verbraucher bestellen diese per Mausklick und lassen sich zu Hause beliefern. Gerade für Senioren kann der Online-Einkauf attraktiv sein.

Bei Liefergebühren, Warenangebot und Hygiene gibt es jedoch einiges zu beachten. Daher informieren die Verbraucherzentralen anlässlich des Digitaltags am 18. Juni mit dem kostenlosen Online-Vortrag „Essen aus dem Netz: Tipps zum Online-Einkauf für Seniorinnen und Senioren“ über Rechte und Fallstricke beim Online-Kauf von Lebensmitteln.

Der einstündige Vortrag findet jeweils um 10 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr und 18 Uhr statt. Interessierte können bequem von zu Hause aus teilnehmen und ihre Fragen stellen. Termine sind zu finden unter www.verbraucherzentrale-bayern.de/ernaehrung-fuer-senioren/termine

Weitere Informationen zum Thema Lebensmittel und Ernährung im Alter finden Senioren auf dem Portal der Verbraucherzentralen www.verbraucherzentrale.de/genussvoll-aelter-werden, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finanziert wird.

Dienstag, 15. Juni 2021

Corona-Überbrückungshilfe verlängert und erweitert

Wie das Bundesfinanzministerium mitteilt, können Unternehmen nun bis Ende September 2021 mit der "Überbrückungshilfe III Plus" Wirtschaftshilfen in der Corona-Pandemie erhalten. Für Schäden während der Lockdown-Monate können Unternehmen Zuschüsse erhalten, die Obergrenze der Förderung wird vervielfacht.

Auch das Unterstützungs-Angebot für Soloselbstständige wird verlängert und aufgestockt. Für sie wird die Neustarthilfe verlängert und erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen.

Quelle und zu den Details: ➝  Bundesministerium für Finanzen / Pressemitteilung

Direktlink zu den häufig gestellten Fragen mit Antworten (FAQ) vom Bundesministerium für Finanzen: ➝  Corona-Ticker - Sie fragen, wir antworten!

Montag, 14. Juni 2021

Männergesundheitswoche 2021: Wie „Mann“ wieder ins Gleichgewicht kommt

Stress, Existenzängste und viele Ungewissheiten - die Corona-Pandemie bzw. die Maßnahmen dagegen haben vielen Menschen häufig den Alltag bestimmt. 

Dazu haben sich manchmal auch ungesunde Gewohnheiten "eingeschlichen": erhöhter Alkoholkonsum, zu viele Süßigkeiten / Fast Food, zu wenig Schlaf und Bewegung. Das kann körperlich und psychisch sogar den "stärksten Mann" umhauen.

Anlässlich der Internationalen Woche für Männergesundheit vom 14. bis 20. Juni 2021 gibt das Männergesundheitsportal der BZgA Tipps, wie „Mann“ im Alltag wieder die Balance findet:

    ➝  https://www.maennergesundheitsportal.de/wie-mann-wieder-ins-gleichgewicht-kommt

Samstag, 12. Juni 2021

Bürger-Cert: neuer Newsletter "Sicher • Informiert" erschienen

Der neue, kostenlose Newsletter "Sicher • Informiert" vom Bürger-Cert (ein Projekt vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) ist wieder erschienen.

Diesmal in den Schlagzeilen:
  • Gesundheitsdaten im Netz
  • Sicherheitslücke bei PDF-Signaturen
  • TU Berlin: Hackerangriff mit Folgen
  • Datenleck bei Klarna
  • Polizei warnt vor der Weitergabe von WhatsApp-Codes

... und weiteren News, Infos und Warnungen im Zusammenhang mit Computer, Internet,
Handy / Smartphone & Co.: Bürger-Cert Newsletter "Sicher • Informiert"

Freitag, 11. Juni 2021

Wochenreport 23/2021

Neueste Verbraucherwarnungen und Rückrufe:

  • Rückruf via Fisher-Price / Drogerie Müller: Baby-Wippen
    - Fisher-Price 4-in-1 Rock ‘n Glide Soothers
    - Fisher-Price 2-in-1 Soothe ‘n Play Gliders
    - Fisher-Price  GWD46 Glider Smart Connect
    Details: hier
  • Rückruf: "Benjamin Blümchen"-Magazin 06/2021
    (wegen dem darin enthaltenen Spielzeug Pfeil- und Bogenset
    Details: hier
  • Rückruf via TEDi:
    - Ohrringe "Hochzeit" (Verkaufspreis 3 €)
    - Schlüsselanhänger, 6 Designs (Verkaufspreis 1 €)
    Details: hier
  • Produktwarnung & Rückruf via Action: Spielzeug-Schmuck "LED Tiara Mermaid"
    Details: hier
  • Achtung, Milch-Allergiker - Rückruf "Eat Real" Quinoa Puffs:
    - Eat Real Quinoa & Kale Corn Puffs Jalapeno & Cheddar
    - Eat Real Quinoa Corn Puffs White Cheddar
    Details: hier
  • Rückruf via Rossmann: Damen-Armbanduhr Edelstahl-silber
    Details: hier
  • Rückruf: fillikid "Spielzelt Tipi"
    Details: hier

Produktwarnungen und Rückrufe bezüglich Mund- und Nasenschutz: In der laufend aktualisierten Datenbank von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt es eine Auflistung von Schutzmasken, vor denen gewarnt wird oder/und die zurückgerufen werden (etwas weiter unten auf der Seite):

                        ➝ Gefährliche Produkte in Deutschland / Schutzmasken

Neuer Rapex-Wochenbericht Nr. 23/2021 erschienen

Das Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz, "Rapex" genannt, hat wieder seinen wöchentlichen Warnbericht veröffentlicht: hier

Wer wissen möchte, was genau "Rapex" ist und welche Aufgaben dieses EU-Schnellwarnsystem hat: siehe Wikipedia

Donnerstag, 10. Juni 2021

Rückruf via Fisher-Price / Drogerie Müller: Baby-Wippen
4-in-1 Rock ‘n Glide Soothers
2-in-1 Soothe ‘n Play Gliders
GWD46 Glider Smart Connect

Die US Consumer Product Safety Commission (CPSC) informiert über den Rückruf folgender Baby-Wippen:
  • Fisher-Price 4-in-1 Rock ‘n Glide Soothers
  • Fisher-Price 2-in-1 Soothe ‘n Play Gliders

Laut CPSC sind durch die 4-in-1 Glide Soothers bereits 4 Babys tödlich verunglückt; nun werden auch die 2-in-1 Soothe ‘n Play Gliders zurückgerufen. (Babys, die ungesichert in der Wippe sind, könnten herausfallen, auf dem Bauch landen / rollen und so möglicherweise ersticken.)

Hier die Meldung auf der Seite vom CPSC (mit Produktabbildungen): Fisher-Price recalls 

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Und der Drogeriemarkt Müller ruft diese Baby-Wippe zurück und bittet, dessen Nutzung sofort einzustellen:

  • Fisher-Price GWD46 Glider Smart Connect
    EAN: 887961938418
    Verkaufszeitraum: seit 18.08.2020
Die Rückgabe des betroffenen Artikels ist in jeder Müller-Filiale möglich. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. Quelle: Müller Rückrufe

Telefon-Betrugsmasche: Betrüger warnen vor Betrüger

Die Polizeiliche Krimialprävention warnt vor einer Betrugsmasche am Telefon, bei der Betrüger vor Betrüger warnen. Dabei werden Senioren angerufen, wobei der Anrufer sich mit einem Namen vorstellt, der auch in der Verwandtschaft der angerufenen Person vorkommt.

Dann fordert der Anrufer einen größeren Geldbetrag zur angeblichen Begleichung von Gerichts-kosten. Wenn der Senior den Schwindel jedoch bemerkt und auflegt, ruft kurze Zeit später ein vermeintlicher Polizeibeamter an, der daraufhin erklärt, dass es sich bei dem vorherigen Anrufer um einen Betrüger handeln soll.

Der falsche Polizeibeamte rät dann am Telefon, dass die angerufene Person sofort zur Bank gehen soll, um ihr Geld abzuheben und es vor dem Haus oder der Wohnung zu deponieren. Um das Vertrauen des Opfers zu gewinnen, rät der Betrüger die älteren Herrschaften durch intensives Zureden dazu - ohne vorher aufzulegen - die Tastenfolge 110 zu wählen. 

Wenn man sich darauf einlässt, wird ein weiterer angeblicher Polizeibeamter vom Notruf die vermeintliche Identität seines Komplizen bestätigen. Spätestens ab diesem Moment haben die Kriminellen leichte Handhabung, die Senioren dazu zu bringen, Geld oder Gegenstände von erheblichem Wert zu deponieren, um es dann abholen zu lassen.

Die Polizeiliche Kriminalpolizei rät in diesem Zusammenhang:

Mittwoch, 9. Juni 2021

Alkohol in Lebensmitteln - selten deutlich gekennzeichnet

In vielen (v.a. verarbeiteten = prozessierten) Lebensmitteln ist Alkohol enthalten; die Bandbreite reicht von Desserts über Aufback-Brötchen bis hin zu Fertigsuppen und Saucen. Allerdings ist diese Zutat nicht bei allen Verbrauchern erwünscht - z.B. aus gesundheitlichen Gründen bei Schwangeren oder bei abstinenten Alkoholikern.

Auch Eltern sollten achtsam sein, wenn sie beispielsweise Süßigkeiten für ihre Kinder kaufen. Denn nicht nur in Schnaps-Pralinen und Weinbrandbohnen ist - wie der Name bereits verrät - Alkohol enthalten, er kann sich u.a. auch in Marzipan-Artikeln, Eis / -saucen und Kuchenrollen oder -riegeln mit Füllung "verstecken".

Selbst in dem bei Kindern und Jugendlichen beliebten "Kinderbier" (Malzgetränk) können geringe Mengen an Alkohl enthalten sein. Bei Getränken besteht nämlich erst ab einem Alkoholgehalt von 1,2 Volumenprozenten eine Kennzeichnungspflicht. (Als „alkoholfrei“ darf man Getränke sogar kennzeichnen, wenn sie bis zu 0,5 Volumenprozent Restalkohol enthalten. Wer sicher gehen will, kauft solche Getränke mit der Angabe "0,0 Prozent Alkohol".)

Die Verbraucherzentrale Brandenburg bemängelt deshalb die unzureichende Kennzeichnung von Alkohol in Lebensmitteln; oft sei der Hinweis nur schwer lesbar im Zutatenverzeichnis angegeben. Beim aufmerksamen Einkauf daher Brille / Lupe nicht vergessen ...

Hinzu kommt, dass in manchen Fällen Alkohol gar nicht angegeben werden muss. Verarbeitete Lebensmittel können also Alkohol enthalten, ohne dass es erkennbar ist - z.B. wenn er nur als Trägerstoff beigemengt wird, um bestimmte Aromen freizusetzen.

Hier hat die Verbraucherzentrale eine kleine Produktauswahl mit entsprechenden Lebensmitteln veröffentlicht mit weiteren Infos zum Thema: 

                                      ➝   Alkohol in Lebensmitteln: nur selten deutlich gekennzeichnet

Dienstag, 8. Juni 2021

Abzocke durch „Anlagebetrug im Internet“

Die Polizei Bayern / Oberpfalz warnt vor Abzocke durch „Anlagebetrug im Internet“. Denn in Zeiten niedriger Zinsen weichen Geldanleger teilweise auf Angebote oder Vermittlungsportale im Internet aus, um gute Renditen zu erzielen.

Den potenziellen Opfern werden online u.a. Investitionen in Kryptowährungen oder ähnliche, vermeintlich lukrative Anlagen schmackhaft gemacht. Die Internetseiten dieser Anbieter wirken vertrauenswürdig, die Personen, die man telefonisch – häufig unter Mobilfunknummern – erreicht, beraten scheinbar fachlich kompetent.

Häufig wird zunächst ein Online-Depot mit vorerst niedriger Einlage eröffnet. Der Investor / das Opfer kann dann online den Gewinnzuwachs verfolgen – und wird dadurch animiert, auch große Summen anzulegen.

Soll es dann zu einer Auszahlung kommen, ist auf einmal niemand mehr erreichbar - weder über die Webseite noch über die bekanten Telefonnummern. Alles weg, der Gewinn inklusive Geldeinlage; denn die Betrüger haben gründlich abgefischt und sind über alle Berge (oftmals wird das ergaunerte Geld ins Ausland transferiert).    -   Meist bricht der Kontakt durch die Täter bereits ab, wenn aus der Kommunikation ersichtlich ist, dass das Opfer keine weiteren Geldanlagen tätigen wird.

Tipps von der Polizei, um effektiv gegen solche Internetbetrüger vorzugehen und ihnen Einhalt zu gebieten:

Montag, 7. Juni 2021

Auf eigenen Füßen: Verbrauchertipps für junge Leute

Die erste eigene Wohnung, wichtige Versicherungen oder die Kontrolle über die Finanzen: Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz und die Verbraucherzentrale Hamburg geben auf einer Webseite wichtigeTipps zu diesen Themen.

Das Informationsangebot richtet sich an junge Menschen in Schule, Ausbildung oder Studium. Die Verbrauchertipps sind auf der Website der Verbraucherzentrale Hamburg hier veröffentlicht:          

                                                                     ➝   www.vzhh.de/junge-leute

Samstag, 5. Juni 2021

Sonnenbrand - die unterschätzte Gefahr!

Es gibt leider immer noch den hartnäckigen Irrglauben "Ein Sonnenbrand muss sein, sonst wird man nicht braun" - aber das kann tödliche Folgen haben. Denn Sonnenbrand erhöht in jedem Alter das Risiko für Hautkrebs.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erklärt: Sonnenbrand ist eine durch UV-Strahlung verursachte Entzündung der Haut. Die Entzündung zeigt sich durch Hautrötung und Schwellung der betroffenen Hautpartien. In besonders schweren Fällen kommt es zur Blasenbildung. Der Höhepunkt der Beschwerden wird nach zwölf bis 36 Stunden erreicht.

Sonnenbrand ist also eine massive Hautschädigung – und unsere Haut vergisst nichts: Ein Sonnenbrand ist das eindeutige Indiz, dass man sich einem Zuviel an UV-Strahlung ausgesetzt hat. Die Reparatursysteme in den Hautzellen sind überlastet, Schädigungen im Erbgut durch die UV-Strahlung bleiben bestehen und können dazu führen, dass die Hautzellen zu Krebszellen entarten.


Hier die vom BfS empfohlenen Sonnenschutzmaßnahmen, die in der folgenden Reihenfolge angewendet unbeschwerten Sonnengenuss ermöglichen:
  1. Meiden Sie starke Sonne – suchen Sie Schatten auf und gehen Sie bei UV-Index-Werten
    ab 8 möglichst nicht nach draußen.

  2. Ziehen Sie sich schützende Kleidung an, tragen Sie weitkrempige Hüte, Schuhe und setzen Sie eine Sonnenbrille auf – auch die Augen werden durch UV-Strahlung geschädigt.

  3. Cremen Sie alle dann noch unbedeckten Körperstellen großzügig mit einer guten Sonnencreme ein. Für Kinder wird ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30, für Jugendliche und Erwachsene mindestens 20 empfohlen.

Hier gibt es die aktuelle UV-Prognose des BfS: ➝  UV-Prognose

Freitag, 4. Juni 2021

Wochenreport 22/2021

Neueste Verbraucherwarnungen und Rückrufe:

  • Rückruf via Family Butchers Germany GmbH:
    - Reinert Bärchen-Wurst
    - Reinert Bärchen Geflügel-Wurst
    Details: hier
  • Rückruf via Bausch + Lomb: Bestimmte Chargen von
    Kontaktlinsenlösungen, Augenspülungen und Augenbefeuchtungslösungen
    Details: hier
  • Rückruf via Primark: Spielzeug (parfümierte Stifte) “Scented Stamper Pens 8 Pack”
    Details: hier

Produktwarnungen und Rückrufe bezüglich Mund- und Nasenschutz: In der laufend aktualisierten Datenbank von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt es eine Auflistung von Schutzmasken, vor denen gewarnt wird oder/und die zurückgerufen werden (etwas weiter unten auf der Seite):

                        ➝ Gefährliche Produkte in Deutschland / Schutzmasken

Neuer Rapex-Wochenbericht Nr. 22/2021 erschienen

Das Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz, "Rapex" genannt, hat wieder seinen wöchentlichen Warnbericht veröffentlicht: hier

Wer wissen möchte, was genau "Rapex" ist und welche Aufgaben dieses EU-Schnellwarnsystem hat: siehe Wikipedia

Donnerstag, 3. Juni 2021

Rückruf: Reinert Bärchen-Wurst und Reinert Bärchen Geflügel-Wurst

Weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass aufgrund eines Maschinendefektes geringfügige Mengen Metallstaub auf diese Produkte gelangt sind, ruft The Family Butchers Germany GmbH (TFB) vorsorglich zurück:
  • Reinert Bärchen-Wurst:
    Alle Produkte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum vor und einschließlich dem 05.07.2021
  • Reinert Bärchen Geflügel-Wurst:
    Alle Produkte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum vor und einschließlich dem 01.07.2021
Kunden können die o.g. Produkte gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben. Quelle: Presseportal / TFB

Mittwoch, 2. Juni 2021

Achtung: Taschendiebe verursachen Stau und greifen zu

Mit den neuen Lockerungen der Corona-"Bundes-Notbremse" kehrt allmählich auch wieder mehr Leben in den Einzelhandel zurück. 

Doch Achtung: gleichzeitig nutzen auch Taschendiebe die Gunst der Stunde in den Läden. Dabei sind sie einfallsreich und erzeugen gerne einen Moment der Verwirrung, um sich bei ihren Opfern zu "bedienen". Oft "arbeiten" diese Gauner im Team mit weiteren Komplizen.

Ein Trick ist beispielsweise, Rolltreppen zu blockieren um so das Opfer und andere auflaufen zu lassen. Und während alle nach vorne blicken, greifen Komplizen von hinten in die Tasche ihres Opfers.

Tipps von der Polizeilichen Kriminalprävention, um sich vor Taschendiebstahl zu schützen:

  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld und Zahlungskarten mit wie nötig.
  • Tragen Sie Bargeld und Zahlungskarten in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen.
  • Tragen Sie Ihre Tasche immer mit der Verschlussseite zum Körper.
  • Achten Sie vor allem im Gedränge besonders auf Ihre Wertsachen und Ihre Tasche.

Mit der europaweiten Kampagne „Stop Pickpockets“ klärt auch die Bundespolizei zu den häufigsten Tricks von Taschendieben auf: In sechs kurzen Trickfilmen werden die gängigsten Methoden gezeigt. Die Taschendiebe werden von kleinen bunten Monstern dargestellt, getarnt als Blumenschenker, falsche Touristen, Stauerzeuger, Scheibenklopfer, Anrempler und Beschmutzer.

Hier geht es zur Webseite der Kampagne (jeweils auf eines der bunten Monster klicken): 

                                                                 ➝   Stop Pickpockets

Dienstag, 1. Juni 2021

ADAC Kindersitztest Frühjahr 2021

Der ADAC hat in seinem aktuellen Kindersitztest insgesamt 26 Kindersitze in den Kategorien Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt geprüft und bewertet.

Das Ergebnis: 18 Modelle schneiden mit „gut“ ab, drei mit „befriedigend“. Damit übertreffen diese Sitze die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich.

Aber es gab auch Verlierer: Fünf Kindersitze konnten nur mit „mangelhaft“ bewertet werden. Dabei scheiterten vier an den strengen Kriterien der Schadstoffprüfung, einer versagte beim Frontal- und Seiten-Crash.

Hier gibt es die detaillierten Ergebnisse des Tests:  ➝ ADAC / Kindersitztest Frühjahr 2021

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