Glyphosat ist weltweit der am häufigste verwendete Inhaltsstoff für Pflanzenvernichtungsmittel (eingesetzt zur Unkrautbekämpfung). In der Wissenschaft tobt ein Streit über die gesundheitlichen Risiken von Glyphosat. Auch wir hier im v-mag berichteten mehrmals kritisch über diese Chemikalie
In Europa läuft die derzeit geltende Zulassung für diese Chemikalie eigentlich am 15. Dezember 2017 aus.
Doch nun haben die EU-Staaten abgestimmt: Glyphosat soll für weitere 5 Jahre zugelassen werden. Dazu erklärt Martin Rücker, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch:
"Wirtschaftliche Interessen erhalten Vorrang vor dem Gesundheitsschutz und vor ökologischen Belangen. Die Entscheidung verstößt in fataler Weise gegen europäische Prinzipien. Wer den europäischen Vorsorgegedanken ernst nimmt, muss zu dem Schluss kommen, dass ein Wirkstoff wie Glyphosat keinen Tag länger auf den Äckern ausgebracht werden darf.
Die europäische Pestizid-Politik muss grundlegend geändert werden. Zulassungsverfahren müssen transparenter gestaltet werden, und vor allem dürfen nur noch solche Wirkstoffe und Mittel zugelassen werden, die in unabhängigen Studien toxikologisch bewertet wurden.
Wenn Hinweise auf gesundheitliche Risiken vorliegen, darf aus Vorsorgegründen keine Zulassung erteilt werden – und bestehende Zulassungen müssen entzogen werden, wenn entsprechende Hinweise auftauchen. Weil die Zulassungsverfahren bisher mangelhaft waren, gehören alle eingesetzten Mittel auf den Prüfstand, beim konventionellen wie beim ökologischen Landbau."
Quelle: foodwatch
Posts für Suchanfrage glyphosat -wochenreport werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage glyphosat -wochenreport werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Montag, 27. November 2017
Donnerstag, 24. November 2016
BUND-Ökotipp: Öko-Weihnachtsbäume für weniger Gift im Wohnzimmer
Mit dem Weihnachtsbaum holen sich viele Menschen jedes Jahr ein Stück Natur in die Wohnzimmer. Allerdings stammten etwa 90 Prozent der 25 Millionen Weihnachtsbäume, die letztes Jahr in Deutschland verkauft wurden, aus Intensiv-Plantagen. Dort wird stark gespritzt und gedüngt – zum Schaden von Tieren, Pflanzen, Gewässern und Böden.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fand Pestizide wie Glyphosat und Prosulfocarb bei mehr als jedem zweiten Baum, als er 2014 stichprobenartig die Nadeln von Weihnachtsbäumen an deutschen Verkaufsstellen testete.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fand Pestizide wie Glyphosat und Prosulfocarb bei mehr als jedem zweiten Baum, als er 2014 stichprobenartig die Nadeln von Weihnachtsbäumen an deutschen Verkaufsstellen testete.
Dienstag, 12. April 2016
Bundesregierung: Glyphosat weiter erlaubt?
Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" will die Deutsche Bundesregierung das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat von Monsanto weiterhin erlauben.
Demnach steht das meistverkaufte Pflanzengift kurz vor der Neuzulassung in der EU. Es soll allerdings Einschränkungen beim Gebrauch von Glyphosat geben - ein Vorschlag aus dem Landwirtschaftsministerium: die Mitgliedstaaten sollen den Risiken für die Artenvielfalt und das Tierreich "besondere Aufmerksamkeit" widmen. Quelle und ganzer Bericht: sueddeutsche.de
Demnach steht das meistverkaufte Pflanzengift kurz vor der Neuzulassung in der EU. Es soll allerdings Einschränkungen beim Gebrauch von Glyphosat geben - ein Vorschlag aus dem Landwirtschaftsministerium: die Mitgliedstaaten sollen den Risiken für die Artenvielfalt und das Tierreich "besondere Aufmerksamkeit" widmen. Quelle und ganzer Bericht: sueddeutsche.de
Montag, 26. Oktober 2015
Umstrittenes Pflanzenschutzmittel Glyphosat: hat das Bundesinstitut falsch informiert?
Recherchen des ARD-Magazins FAKT sollen ergeben haben, dass das
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Öffentlichkeit im
Zusammenhang mit dem umstrittenen Pflanzengift Glyphosat angeblich
jahrelang falsch informiert hat.
Der Redaktion von FAKT liegt demnach ein entsprechendes Dokument vom August 2015 vor. In dem Dokument bestätige das BfR angeblich, Ergebnisse der Krebsforschungsagentur IARC, einer Einrichtung der WHO, die in Tierstudien mehrere signifikante Häufungen von Tumoren feststellte. Quelle mit weiteren Infos (Stand: 26.10.2015, 7:47 Uhr): http://www.mdr.de/fakt/fakt-glyphosat-bfr-bewertung102.html
Der Redaktion von FAKT liegt demnach ein entsprechendes Dokument vom August 2015 vor. In dem Dokument bestätige das BfR angeblich, Ergebnisse der Krebsforschungsagentur IARC, einer Einrichtung der WHO, die in Tierstudien mehrere signifikante Häufungen von Tumoren feststellte. Quelle mit weiteren Infos (Stand: 26.10.2015, 7:47 Uhr): http://www.mdr.de/fakt/fakt-glyphosat-bfr-bewertung102.html
Dienstag, 15. September 2015
Pflanzenvernichtungsmittel "Roundup" (Glyphosat) in Kalifornien als "krebserregend" eingestuft
Nach Angaben des englischsprachigen Wirtschaftsmagazins "Zero Hedge" ist das Pflanzenvernichtungsmittel "Roundup" von Monsanto (Wirkstoff: Glyphosat) in Kalifornien als "krebserregend" eingestuft worden. Hier geht es zum Original-Artikel: Monsanto Stunned - California Confirms 'Roundup' Will Be Labeled "Cancer Causing"
In den restlichen Staaten der USA gilt derzeit immer noch die Einstufung "wahrscheinlich krebserregend". Auch Deutschland hält bislang noch an der Einstufung "wahrscheinlich krebserregend" fest. Stand: 15.09.2015 (wir berichteten darüber u.a. hier).
In den restlichen Staaten der USA gilt derzeit immer noch die Einstufung "wahrscheinlich krebserregend". Auch Deutschland hält bislang noch an der Einstufung "wahrscheinlich krebserregend" fest. Stand: 15.09.2015 (wir berichteten darüber u.a. hier).
Samstag, 4. Juli 2015
Wird Glyphosat doch verboten?
Wir berichteten letzte Woche darüber, dass das Pflanzenschutzmittel Glyphosat bei einem Test in 16 Muttermilchproben nachgewiesen wurde. Und das nicht nur "ein bisschen", sondern die festgestellten Glyphosatrückstände lagen laut dem Test über dem für Trinkwasser zulässigen Rückstandshöchstgehalt von 0,1 ng/ml. Siehe hier
Glyphosat steht im Verdacht, wahrscheinlich krebserregend zu sein. Als diese Meldung mit dem Muttermilchtest durch die Medien verbreitet wurde, veröffentlichte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die nationale Stillkommission am 30.06.2015 die Empfehlung an Mütter, weiterhin zu stillen (siehe hier).
Nun erschien am 03.07.2015 diese etwas verwirrende Veröffentlichung: BfR schlägt erweiterte EU-Kriterien zur Identifizierung endokriner Disruptoren vor
Glyphosat kann wie ein endokriner Disruptor wirken. Endokrine Disruptoren sind hormonaktive Substanzen, die das Hormonsystem beeinflussen können und das wiederum kann die Gesundheit schädigen (u.a. eben auch krebsauslösend wirken). Rhetorische Frage: Warum kommen sich Verbraucher eigentlich immer mehr vera....t vor?
Glyphosat steht im Verdacht, wahrscheinlich krebserregend zu sein. Als diese Meldung mit dem Muttermilchtest durch die Medien verbreitet wurde, veröffentlichte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die nationale Stillkommission am 30.06.2015 die Empfehlung an Mütter, weiterhin zu stillen (siehe hier).
Nun erschien am 03.07.2015 diese etwas verwirrende Veröffentlichung: BfR schlägt erweiterte EU-Kriterien zur Identifizierung endokriner Disruptoren vor
Glyphosat kann wie ein endokriner Disruptor wirken. Endokrine Disruptoren sind hormonaktive Substanzen, die das Hormonsystem beeinflussen können und das wiederum kann die Gesundheit schädigen (u.a. eben auch krebsauslösend wirken). Rhetorische Frage: Warum kommen sich Verbraucher eigentlich immer mehr vera....t vor?
Sonntag, 28. Juni 2015
Glyphosat in der Muttermilch
Glyphosat wird in der Landwirschaft und auch von Hobbygärtnern zur Unkrautbekämpfung eingesetzt. Die Chemikalie ist weltweit und auch in Deutschland der am häufigsten verwendete Wirkstoff für Pflanzenvernichtungsmittel.
Unter dem Markennamen "Roundup" wird das Breitbandherbizid vom Unternehmen Monsanto vertrieben. Monsanto produziert Saatgut und Herbizide und setzt seit den 1990er Jahren Biotechnologien zur Erzeugung gentechnisch veränderter Feldfrüchte ein.
Die Partei "Die Grünen" hat nach eigenen Angaben in einem Labor 16 Proben Milch von verschiedenen Müttern aus unterschiedlichen Bundesländern getestet, die sich überwiegend mit konventionellen Lebensmitteln ernähren.
Unter dem Markennamen "Roundup" wird das Breitbandherbizid vom Unternehmen Monsanto vertrieben. Monsanto produziert Saatgut und Herbizide und setzt seit den 1990er Jahren Biotechnologien zur Erzeugung gentechnisch veränderter Feldfrüchte ein.
Die Partei "Die Grünen" hat nach eigenen Angaben in einem Labor 16 Proben Milch von verschiedenen Müttern aus unterschiedlichen Bundesländern getestet, die sich überwiegend mit konventionellen Lebensmitteln ernähren.
Abonnieren
Posts (Atom)
Beliebteste Artikel
-
Von den reinen Spritkosten bis hin zum Besuch in der Werkstatt, die Posten um ein Fahrzeug zu unterhalten sind vielfältig und in den vergang...
-
Zur tagesaktuellen Abschätzung und Prognose der Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner (EPS, Thaumetopoea processionea L.) sowohl für d...
-
Ein neues Fahrrad kostet nicht selten einen vierstelligen Betrag. Aber: Kunden haben einen Teil der Preisgestaltung selbst in der Hand und s...
-
Bei einem Taschendiebstahl oder dem Verlust einer Tasche geht mehr als nur eventuell vorhandenes Bargeld verloren; mit der Geldbörse oder d...
-
Die Antriebsbatterien von Plug-In-Hybriden (PHEVs) büßen im Laufe ihrer Nutzungsdauer an Leistungsfähigkeit ein. Wie ausgeprägt dieser Effek...
-
Die Regierung hat die Rahmenbedingungen für das Altersvorsorgereformgesetz festgelegt. Riester-Verträge sollen künftig durch neue Altersvo...