Donnerstag, 9. Februar 2023

Seriöse Spendenorganisationen erkennen

Das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft vieler Menschen nach dem Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet ist groß; sie möchten auch mit Sach- oder Geldspenden helfen. 

Die Polizeiliche Kriminalprävention erklärt, worauf Spender achten sollten, damit die Hilfe auch dort ankommt, wo sie gebraucht wird: 

Das ➝ Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) hilft dabei, seriöse Organisationen leichter zu erkennen. In einer Liste finden Interessierte Warnungen vor Organisationen und Vereinen, die sich als nicht vertrauenswürdig herausgestellt haben. Wer noch unschlüssig ist, kann sich bei der angebotenen Spendenberatung nach einem passenden Projekt erkundigen. Zudem lassen sich gute Institutionen und Hilfeeinrichtungen auch bequem in einer ➝ Datenbank recherchieren. 

Diese grundsätzlichen Tipps der Polizei zum Schutz vor Betrug sollten jedoch bei jeder Spende bedacht werden:

  • Beim Spenden gilt auch, was in vielen Lebensbereichen richtig ist: Übergeben Sie Geld nie an unbekannte Personen. Setzen Sie beim Spenden auf Einrichtungen und Organisationen, die Sie persönlich kennen.

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen - weder beim Spenden noch in anderen Situationen. Sie müssen forsches oder gar bedrohliches Verhalten, z.B. durch Spendensammler nicht tolerieren. Informieren Sie bei aggressivem Vorgehen die Polizei unter Tel. 110.

  • Besonders emotionale Appelle und angstmachende Botschaften seitens der Spendeneintreiber sollten jeden misstrauisch machen. Solches Verhalten ist typisch für unseriöse Organisationen.

Mittwoch, 8. Februar 2023

Abzocke: Falsche Verbraucherschützer am Telefon

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor Kriminellen, die derzeit deutschlandweit Verbraucher anrufen und sich als "Anwälte" oder "Kanzlei" der Verbraucherzentrale NRW ausgeben, um Geld von den Angerufenen zu verlangen. 

Anderen Angerufenen werden kostenpflichtige Mitgliedschaften bei der Verbraucherzentrale angeboten. Als Telefonnummer wird im Display die Nummer der Beratungsstelle Mönchengladbach angezeigt. 

"Diese Anzeige ist mithilfe eines technischen Tricks gefälscht", warnt die Verbraucherzentrale NRW und stellt klar: "Verbraucherzentralen treten niemals von sich aus in telefonischen oder sonstigen Kontakt. Unsere Beratung findet ausschließlich auf Nachfrage Ratsuchender statt.

 Betroffene sollten sich nicht in ein Gespräch verwickeln lassen und keinesfalls persönliche Daten preisgeben!

Patientenschutz: Neue Vorgaben fürs Röntgen

Bei Millionen von Untersuchungen in der Medizin kommt Strahlung zum Einsatz. Röntgenstrahlung wird zum Beispiel bei vielen Untersuchungen wie der Computertomographie (CT) oder auch bei speziellen Eingriffen, etwa am Herzen, angewendet. 

Um die Strahlenbelastung bei Röntgenuntersuchungen oder Eingriffen für die Patienten zu verringern, hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Referenzwerte für die entsprechende Strahlen-Dosis gesenkt - im Mittel um 15 Prozent. 

Dosis-Referenzwerte dienen der Optimierung der angewendeten Verfahren. Ärzte, die bei Untersuchungen und Eingriffen Röntgenstrahlung einsetzen, müssen diese Referenzwerte verbindlich einhalten, wobei begründete Überschreitungen in Einzelfällen zulässig sind, z. B. bei korpulenten Patienten. Die ➝ aktualisierten Werte wurden bereits im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Dienstag, 7. Februar 2023

Soziale Kontakte stärken Demenzkranke und können Krankheitsverläufe verbessern

Nach aktuellen Schätzungen leben in Deutschland 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz. Diese Zahl könnte bis zum Jahr 2050 auf bis zu 2,8 Millionen ansteigen. 

Bisher standen bei der Versorgung von Menschen mit Demenz vor allem medizinische und pflegerische Aspekte im Vordergrund, mit der jetzt veröffentlichten Studie rücken nun auch psychosoziale Aspekte stärker in den Fokus. 

Die Studie „Identifikation relevanter psychosozialer Faktoren in der Entstehung, Behandlung und Versorgung von Menschen mit Demenz“ des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) untersucht die Wirkung unterschiedlicher Maßnahmen bei der Behandlung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind. 

Zentrales Ergebnis: Von Demenz betroffene Menschen, die in ihrem gewohnten Umfeld betreut werden und sozial eingebunden sind, weisen bessere Krankheitsverläufe auf.

Zur Studie (PDF, 520 KB): ➝  https://www.dzne.de/Forschungsbericht.pdf

(Die Studie wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.)

Montag, 6. Februar 2023

Verbraucherrecht auf Ukrainisch, Polnisch und Russisch

Auch ukrainisch-, polnisch- und russischsprachige Menschen sind im Alltag in Deutschland mit einer Vielzahl an verbraucherrechtlichen Fragen und Problemen konfrontiert. 

Ihnen dabei zu helfen, die eigenen Rechte zu kennen und durchzusetzen, ist das Ziel des Projektes „Digi-Tools ohne Sprachbarrieren“ von der Verbraucherzentrale Brandenburg

Auf folgenden Seiten hat der vzbv mehrsprachige Videos / Rechtliches Wissen rund um Verträge, Versicherungen und mehr veröffentlicht: 

(Dieses mehrsprachige Angebot ist eine Erweiterung des deutschsprachigen Formats, das wir hier im v-mag immer mal wieder verlinken: ➝ www.verbraucherzentrale.de )

Samstag, 4. Februar 2023

Bürger-Cert: Neuer Newsletter "Sicher • Informiert" erschienen

Der neue, kostenlose Newsletter "Sicher • Informiert" vom Bürger-Cert (ein Projekt vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik = BSI ) ist wieder erschienen.

Diesmal über:
  • The Live of Hive
  • Kostenloses Schutzmaterial von der Bundesregierung
  • Cyber-Kriminelle erpressen weniger Lösegeld
  • Sicherheitslücke bei Lexmark-Druckern
  • Hochriskantes Sicherheitsleck bei Cisco
  • So schützen Sie sich vor Ransomware
... und weiteren News, Infos und Warnungen im Zusammenhang mit Computer, Internet,
Handy / Smartphone & Co.: Bürger-Cert Newsletter "Sicher • Informiert"

Freitag, 3. Februar 2023

Wochenreport 05/2023

Neueste Verbraucherwarnungen und Rückrufe:

  • Rückruf via Aldi Nord & Aldi Süd: Snack Time Salate
    - Salatcup Käse & Schinken, 300 g
    - Salat-Menü Quinoa-Salat mit Ziegenfrischkäse, 350 g
    Details: hier
  • Rückruf: BIOGRENO  Bio Kräuter-Mix, tiefgefroren, 50 g
    Details: hier
  • Rückruf via SIDAS: Gleitschutz für Schuhe, Modell "Walk Traction" Größe: S
    Details: hier
  • Regionaler Rückruf in Bayern (München):
    - Mut Dua Bun getrocknetes Kokosfleisch, 500 g
    - Mut Tao Vang kandierte, getrocknete Äpfel, 250 g
    - Mut hat Sen Lotuskerne, 200 g
    - Mut Dua getrocknetes Kokosfleisch, 200 g
    - Mut Dua Sua getrocknetes Kokosfleisch, 250 g
    Details: hier
  • Rückruf via Penny: Simply Sunny  Feigen getrocknet, 400 g
    Details: hier
  • Rückruf: Biocannovea  "Zeolith" Nahrungsergänzungmittel, 150 g
    Details: hier
  • Rückruf: DiLEK  Sesampaste “Tahin” 300 g-Glas
    Details: hier
  • Rückruf via NETTO: Mondo Italiano  Steinofenpizza Funghi
    (2x 365 Gramm-Packung) tiefgefroren Details: hier

Neuer Rapex-Wochenbericht Nr. 05/2023 erschienen

Das Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz, "Rapex" genannt, hat wieder seinen wöchentlichen Warnbericht veröffentlicht: hier

(Links kann man unter "Notifying Country" ein jeweiliges Land auswählen und dann darunter auf das blaue Feld mit "Search" klicken; so erhält man nur die Berichte für das ausgewählte Land heraus-gefiltert und angezeigt.)

Wer wissen möchte, was genau "Rapex" ist und welche Aufgaben dieses EU-Schnellwarnsystem hat: siehe Wikipedia

Donnerstag, 2. Februar 2023

Katalysatoren bei Dieben beliebt

Katalysatoren sind innen mit Edelmetallen wie Platin, Palladium und Rhodium beschichtet - deren Marktpreise seit einiger Zeit in die Höhe schießen. Dies weckt auch bei Dieben vermehrt Begehrlichkeiten. 

Und da man bei älteren Kraftfahrzeugen einfacher an Katalysatoren herankommt, sind diese bei den Langfingern oft erste Wahl. 

Für den Diebstahl wird direkt vor Ort z.B. ein Wagenheber verwendet, um an den Fahrzeugboden zu gelangen. Mit Schneidwerkzeugen wird dann der Katalysator ausgebaut. Nicht selten werden auch Werktstätten oder Autohändler, auf deren Gelände Kraftfahrzeuge stehen, Opfer der Diebe. 

Empfehlungen der Polizei zur Verhinderung eines Katalysatordiebstahls: 

Mittwoch, 1. Februar 2023

Medikament Lithium: Festbetrag aufgehoben

Auf Druck der Patientenvertretung hat der GKV-Spitzenverband (*) beschlossen, den Festbetrag für Lithium aufzuheben. Damit fallen die Zuzahlungen für das Standardmedikament zur Rückfallvorsorge bei bipolarer Störung und Depression weg. 

Für Patienten, die bisher hohe Zuzahlungen leisten mussten, bedeutet dies einen wichtigen Fortschritt. 

Der Festbetrag eines Arzneimittels legt fest, bis zu welchem Betrag die gesetzlichen Krankenkassen ein Fertigarzneimittel einer Wirkstoffgruppe bezahlen. Da die Lithium-Rohstoffpreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, stand Patienten allerdings teilweise überhaupt kein Präparat zum Festbetrag zur Verfügung. 

Die Entscheidung des GKV-Spitzenverbands ist aus Sicht der Patientenvertretung, zu der auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gehört, nur folgerichtig und bedeutet gerade für einkommensschwache Betroffene eine große Erleichterung.   |  Quelle: vzbv

(*) Der GKV-Spitzenverband ist die zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland.

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