Zwar hat Künstliche Intelligenz (KI) das Potenzial, den Verbraucheralltag zu vereinfachen - allerdings besteht gleichzeitig das Risiko, dass Verbraucher manipuliert oder getäuscht werden.
Eine aktuelle Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt: Gut die Hälfte der Verbraucher (52 Prozent) hat Sorge, dass sie künftig bei Kaufentscheidungen oder Vertragsabschlüssen von KI beeinflusst werden könnte.
Ein deutlicher Anstieg: Im März 2024 waren es noch 44 Prozent, die Sorgen vor Beeinflussung hatten.
Ein Statement dazu von Ramona Pop, Vorständin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen:
„KI kann den digitalen Verbraucheralltag vereinfachen, birgt aber auch Risiken. Unternehmen können bereits heute mithilfe von KI etwa in Callcentern Emotionen in Echtzeit analysieren, ohne dass Verbraucherinnen und Verbraucher dies bemerken. Unsichere Kundinnen und Kunden können so identifiziert und gezielt unter Druck gesetzt werden – beispielsweise um zusätzliche Versicherungen zu kaufen.
In der sich immer schneller verändernden Digitalwelt müssen Verbraucherrechte immer wieder neu verhandelt und angepasst werden. Die Europäische Kommission möchte mit ihren Digital Omnibus-Vorschlägen die digitale Gesetzgebung vereinfachen, hat jedoch vor allem die Unternehmen im Blick.
Es darf nicht sein, dass die Europäische Kommission unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung Verbraucherrechte abschwächt. Damit die Menschen digitalen Diensten wie KI vertrauen und sie akzeptieren, muss die Gesetzgebung klare Regeln für alle Unternehmen schaffen."