Dienstag, 8. November 2022

Untersuchung: Hürden beim Online-Banking

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung macht das Online-Banking sicherer, kann Verbraucher aber auch vor Hürden stellen: 

Etwa wenn das Smartphone zu alt ist oder ein Chip-TAN-Gerät auf eigene Kosten erworben werden muss (teils mehrmals, weil z.B. ein Gerät nur bei dem jeweiligen Anbieter genutzt werden kann). Blinde / sehbehinderte Menschen haben aufgrund spezieller Hard-/Software oft noch höhere Kosten.

Auch die Entscheidung, ein geeignetes Smartphone nicht mit dem Online-Banking zu verbinden, kann durchaus berechtigte Gründe haben.

Dies alles schafft aber nicht nur Hürden, sondern schließt Verbrauchergruppen aus. Um herauszufinden, wie stark solche Hindernisse die Bankkunden tatsächlich einschränken / ausschließen, hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) eine Untersuchung durchgeführt.

 Dafür wurde im Zeitraum vom 13. – 22. Juli 2022  die angebotenen Identitätsnachweisverfahren (Authentisierung) auf den Webseiten von 25 marktrelevanten Geldinstitute unter die Lupe genommen sowie die eventuellen Kosten für Zusatzgeräte / Software. 

Das Ergebnispapier gibt es hier (PDF, 284 KB): 

                                               ➝    Authentisierungsinstrumente bei Banken und Sparkassen

Montag, 7. November 2022

Infos & Tipps gegen die Verschwendung von Lebensmitteln

Laut Daten des Statistischen Bundesamts entstehen in Deutschland pro Kopf und Jahr rund 78 Kilogramm Lebensmittelabfälle – wobei fast die Hälfte (44 %) der in Privathaushalten anfallenden Lebensmittelabfälle vermeidbar ist. 

Dies ist schlecht für die Umwelt, da Ressourcen vergeudet werden sowie teuer für die Konsumenten, weil mit den Lebensmitteln auch ihr bares Geld in die Mülltonne wandert. 

Verbraucher können dieser Verschwendung im persönlichen Alltag aktiv entgegenwirken - u.a. mit gezielter Mahlzeitplanung, Wahl der richtigen Menge bzw. Packungsgröße und der korrekten Lagerung von Lebensmitteln. 

Auf dieser Seite vom Bundesverband der Verbraucherzentralen gibt es wichtig Infos und Tipps zum Thema: ➝ www.verbraucherzentrale.de/lebensmittel auswaehlen-zubereiten-aufbewahren

Samstag, 5. November 2022

Tierhaltung: Verwendung des Hormons PMSG erheblich gestiegen

Nach Auskunft der Bundesregierung ist der Verbrauch des Schwangerschaftshormons PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin), das von Tierhaltern eingesetzt wird, gestiegen. 

Im Zeitraum vom 1. Februar 2013 bis zum 31. Januar 2016  habe der Verbrauch von PMSG in Deutschland etwa 3,8 Millionen Einzeldosen zur Behandlung von Schweinen betragen. 

Für die Jahre 2016 bis 2019 habe sich der Verbrauch auf 6,4 Millionen Einzeldosen erhöht. 

PMSG in den in Deutschland zugelassenen Tierarzneimitteln stamme demnach aus den Niederlanden und Island. Aufgrund derzeit laufender regulatorischer Aktivitäten auf europäischer Ebene sei die Einführung eines weiteren Wirkstoffherstellers für PMSG aus China zukünftig anzunehmen. Quelle: Deutscher Bundestag, 01.11.2022 (hib 610/2022)

Anm. v-mag: mit der Gabe von PMSG wird in der Tierhaltung die Funktion der Eierstöcke stimuliert. Darüber hinaus kann die Zuführung des Hormons (vor allem bei Schweinen) dazu genutzt werden, um den Fleischzuwachs zu erhöhen. 

PMSG wird aus dem Blutserum trächtiger Pferdestuten gewonnen. Die "Ärzte gegen Tierversuche" haben am 17. Oktober 2022 einen Artikel veröffentlicht, in dem sie darauf hinweisen, dass Pferde auf den sogenannten "Blutfarmen" misshandelt werden: ➝ Illegale Tierversuche mit Blutstuten

Freitag, 4. November 2022

Wochenreport 44/2022

Neueste Verbraucherwarnungen und Rückrufe:

  • Rückruf via dm Drogeriemarkt:
    Freche Freunde  Haselnussmus Dattel, Banane & Kakao, 180 g
    Details: hier
  • Verzehrwarnung: EFEFIRAT  Halva mit Pistazien, 350 g
    Details: hier

Neuer Rapex-Wochenbericht Nr. 44/2022 erschienen

Das Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz, "Rapex" genannt, hat wieder seinen wöchentlichen Warnbericht veröffentlicht: hier

(Links kann man unter "Notifying Country" ein jeweiliges Land auswählen und dann darunter auf das blaue Feld mit "Search" klicken; so erhält man nur die Berichte für das ausgewählte Land heraus-gefiltert und angezeigt.)

Wer wissen möchte, was genau "Rapex" ist und welche Aufgaben dieses EU-Schnellwarnsystem hat: siehe Wikipedia

Donnerstag, 3. November 2022

Entlastungsmaßnahmen: Statement vom Bundesverband der Verbraucherzentralen

Bund und Länder haben sich über die Finanzierung der dringend benötigten Entlastungs-maßnahmen geeinigt. 

Die Vorständin vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv), Ramona Pop, hat sich dazu geäußert, dass der vzbv schnelle Hilfe bei Energiepreisen und Einigung zum 49-Euro-Ticket begrüßt - fordert allerdings einige Nachbesserungen. 

Das gesamte Statement zu den Entlastungsmaßnahmen mit den geforderten Nachbesserungen hat der vzbv auf seiner Webseite hier veröffentlicht:  ➝ www.vzbv.de/ pressemitteilung

Elektroschrott richtig entsorgen

Laut Analyse des Umweltbundesamtes (UBA) landen rund 86.000 Tonnen pro Jahr in der grauen Tonne und nicht wie vorgeschrieben im separaten Recycling. 

Dabei ist für Verbraucher die richtige Entsorgung und Rückgabe von Altgeräten seit dem 1. Juli 2022 noch einfacher geworden. Das UBA erklärt: 

Ausgediente und kaputte Elektrogeräte können nicht nur bei kommunalen Wertstoffhöfen oder in großen Elektrofachmärkten abgegeben werden, auch der Lebensmittelhandel muss Geräte kostenlos zurücknehmen, wenn die Gesamtverkaufsfläche 800 m² beträgt und die Läden mehrmals im Kalenderjahr Elektro- und Elektronikgeräte anbieten. 

Die Pflicht zur kostenlosen Rücknahme gilt für kleine Altgeräte (Kantenlänge kleiner gleich 25 cm) auch ohne Neukauf; bei größeren Altgeräten (größer 25 cm) nur bei Neukauf eines Gerätes der gleichen Geräteart.

Weitere Infos: ➝ Infokampagne: E-Schrott einfach und richtig entorgen

Mittwoch, 2. November 2022

Handy-Abzocke mit 0137-Nummern

Ein kurzes Anklingeln mit einer unbekannten Rufnummer auf dem Handy - und bevor der Angerufene überhaupt das Gespräch annehmen kann, hat die Gegenseite schon wieder aufgelegt. 

Die Masche dahinter: der Angerufene soll neugierig werden und die ihm unbekannte Rufnummer zurückrufen - was dann teuer werden kann. 

Die Verbraucherzentralen warnen in diesem Zusammenhang vor einer Nummer mit der Kennung 0137-7   bzw.  +49 1377:  

"(...) Handy-Nutzer werden beim Rückruf zur Kasse gebeten, auch wenn keine Ansage, sondern nur ein Knacken oder Rauschen in der Leitung zu hören ist. (...)"

Solche 0137- Rufnummern werden oft von TV-Sendern für Gewinnspiele oder Zuschauer-abstimmungen verwendet. Da diese Nummern von Netzbetreibern vermietet werden, können sich auch Abzocker einmieten und dadurch schnelles Geld ergaunern.

Die Verbraucherzentale Baden-Württemberg hat hier weitere Infos über die Abzock-Masche veröffentlicht - und wie man erst gar nicht auf diese oder ähnliche Telefon-Tricks hereinfällt: 

                              ➝  Teurer Telefon-Trick: Handy-Abzocke mit 0137-Nummern

Polizei-Infoseite: Betrug durch falsche Polizisten

Die Polizeiliche Kriminalprävention warnt vor Betrügern, die sich immer wieder am Telefon als Polizisten ausgeben, um an das Vermögen ihrer Opfer zu gelangen. 

Dies kann auch per Post oder E-Mail geschehen. Und bei "Hausbesuchen" zeigen diese Gauner oft einen falschen Dienstausweis vor. 

Auf dieser der Polizei wird weiter erklärt, mit welchenTricks die Täter arbeiten und wie man solche Betrüger meidet (mit Kurzfilm und kostenlosem Comic zum Download und ausdrucken, um ihn insbesondere an ältere Verwandte / Bekannte zu verteilen) : 

                                                            ➝  Infoseite Betrug durch falsche Polizisten

Dienstag, 1. November 2022

Tipp: Kostenlose Online-Vorträge zu Nachlass, Vorsorge und Patientenverfügung

Viele Menschen möchten selbst bestimmen, wer sie im Krankheitsfall vertritt oder wie ihr Lebensende aussehen soll.

Und da vom 7. bis 11. November 2022 die "Woche der Vorsorge" ist, möchten wir hier im v-mag noch einmal auf die folgenden, kostenlosen Webinare der Verbraucherzentralen zum Thema Vorsorge aufmerksam machen:

  • Patientenverfügung: Über Ihre Behandlung bestimmen Sie
  • Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung: Wer entscheidet, bestimmen Sie
  • Digitale Vorsorge- und Nachlassregelung: Was mit Ihren Daten geschieht, bestimmen Sie
  • Digitale Assistenzsysteme: Was Sie brauchen, damit Sie lange zu Hause leben können, entscheiden Sie

Die Vorträge finden während der gesamten „Woche der Vorsorge“ vom 7. bis 11. November, von Montag bis Freitag, jeweils um 15 Uhr und 18 Uhr, statt.

Alle Termine und Anmeldemöglichkeiten sind zu finden auf:   

                                                 ➝  www.verbraucherzentrale.de/woche-der-vorsorge

 

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