Montag, 20. Dezember 2021

foodwatch Labortest: gefährliches Mineralöl in Lebensmitteln

foodwatch hat in einem europaweiten Labortest festgestellt, dass viele Lebensmittel immer noch mit gefährlichen Mineralölrückständen belastet sind. Dafür hat foodwatch insgesamt 152 Lebensmittel aus verschiedenen europäischen Ländern untersuchen lassen; vom Brühwürfel zur Schokocreme bis hin zur Margarine.

Der Verein für Lebensmittel- und Verbraucherschutz kam auf das Ergebnis, dass jedes achte Produkt mit sogenannten aromatischen Mineralölen (MOAH) belastet ist, die unter Verdacht stehen, krebserregend und erbgutverändernd zu sein.

Für den aktuellen Test hat foodwatch die 152 Produkte aus Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich und den Niederlanden in zwei verschiedenen Laboren nach neuesten Analysemethoden untersuchen lassen. 

In 19 Produkten (12,5 Prozent) wurden Mineralölrückstände nachgewiesen. Als Nachweisgrenze gilt dabei in den allermeisten Produkten ein Wert von 0,5 mg pro Kilogramm. 

Die Kontaminationswerte reichen von 0,63 mg/kg (in Bio-Nuss-Nougat-Aufstrich aus Belgien) bis zu enormen 82 mg/kg (in einer Bratensaft-Basis aus Deutschland).  

Bouillonwürfel (von einem der größten, weltweiten Lebensmittelunternehmen) wurden in mehreren Chargen in den fünf Ländern als stark mit MOAH kontaminiert identifiziert. Bei einer weltbekannten Nuss-Nougat-Creme war eine Charge aus Deutschland mit 2,3 mg/kg MOAH verunreinigt, in den anderen Chargen war MOAH nicht nachweisbar. 

Die Details des Tests von foodwatch (PDF 7,6 MB):  ➝ Report mit allen Testergebnissen

Sonntag, 19. Dezember 2021

Wochenreport 50/2021

Neueste Verbraucherwarnungen und Rückrufe:

  • Rückruf: BBQ Gewürzmischung 100 g Dose; Marke Curry Gewürz-Manufaktur
    Details: hier
  • Rückruf via Bittermedizin Arzneimittel-Vertrieb: Calciumrenal Tabletten
    Details: hier
  • Rückruf: VANILLAS rundes Hefegebäck; Marke Pagen
    Details: hier
  • Rückruf via Yalcinkaya Gewürzhandel: Curry Indisch
    Details: hier
  • Rückruf via Schöffel: Diverse Outdoor-Bekleidung
    Details: hier
  • Rückruf: Fuet Salami 170 g; Marke K-Favourites
    Details: hier
  • Rückruf via Yalcinkaya Gewürzhandel: Zimt gemahlen
    Details: hier
  • Rückruf : Kunstlederkorsage; Marke Grey Velvet
    Details: hier
  • Rückruf via Mina Gewürze: Zimt gemahlen
    Details: hier
  • Rückruf : Teewurst 100 g; Marke Ökoland
    Details: hier
  • Rückruf via Centershop Korn: Strohhalm mit Ente 26,5 cm
    Details: hier

Produktwarnungen und Rückrufe bezüglich Mund- und Nasenschutz: In der laufend aktualisierten Datenbank von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt es eine Auflistung von Schutzmasken, vor denen gewarnt wird oder/und die zurückgerufen werden (etwas weiter unten auf der Seite):

                        ➝ Gefährliche Produkte in Deutschland / Schutzmasken

Neuer Rapex-Wochenbericht Nr. 50/2021 erschienen

Das Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz, "Rapex" genannt, hat wieder seinen wöchentlichen Warnbericht veröffentlicht: hier 

(Links kann man unter "Notifying Country" ein jeweiliges Land auswählen und dann darunter auf das blaue Feld mit "Search" klicken; so erhält man nur die Berichte für das ausgewählte Land heraus-gefiltert und angezeigt.)

Wer wissen möchte, was genau "Rapex" ist und welche Aufgaben dieses EU-Schnellwarnsystem hat: siehe Wikipedia

Donnerstag, 16. Dezember 2021

"Betreutes Shopping"? Online-Shopping via Spachassistenten

Nicht zuletzt wegen der Corona-Maßnahmen blüht der Online-Handel. Bei den meisten Verbrauchern geschieht das Shoppen via Internet noch "klassisch" per Tastatur am Computer oder Smartphone. 

Doch das kann sich in Zukunft ändern; denn Spachassisenten wie z.B. Amazons Alexa, Apples Siri oder Google Assistant ermöglichen schon heute, via Sprachbefehl Bestellungen in Online-Shops in Auftrag zu geben.

Laut dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) wächst damit die Torwächterfunktion einzelner Anbieter und Unternehmen, die ihre marktstarke Stellung im Online-Handel ausbauen können. Denn bislang beherrschen wenige marktstarke Unternehmen den Markt für digitale Sprachassistenten. 

Gewinnt der Voice Commerce (= Sprachassistenten-Marketing) an Bedeutung, können deren Sprachassistenten, (speziell Amazons Alexa), eine Torwächterfunktion bekommen und den Zugang der Kunden kontrollieren. 

Denn diese Spachassistenten können Produktempfehlungen (Werbung) via Empfehlungs-algorithmen geben, was wiederum die Verbraucherentscheidungen manipulieren kann. So werden Produkte in den Hintergrund gestellt, die nicht vom Spachassistenten hervorgehoben / an erster Stelle genannt werden. "Betreutes Shopping", sozusagen.

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Glühwein, Eierpunsch & Co: Bei Alkohol im Limit bleiben

In der Weihnachtszeit gehören für viele Menschen traditionelle, alkoholische Getränke wie Glühwein, Eierpunsch, Feuerzangenbowle, Grog, Glögg und Co. einfach "dazu". 

Auch gemischte Drinks und Liköre mit z.B. Spekulatius- oder Lebkuchenaroma erfreuen sich vor allem bei jüngeren Menschen steigender Beliebtheit. Solche Getränke sind meist sehr süß und können daher von einem hohen Alkoholgehalt leicht "ablenken" und unterschätzt werden.

Bei aller Genussfreude: hoher Alkoholkonsum kann die Leber schwer schädigen; denn in der Leber muss der aufgenommene Alkohol abgebaut werden. Das belastet das Organ, das gleichzeitig für viele lebenswichtige Stoffwechselfunktionen zuständig ist.

Hoher Alkoholkonsum kann gravierende Veränderungen der Leberfunktion hervorrufen. Mögliche Folgen sind zunächst eine Fettleber sowie Entzündungen, die in schweren Fällen zu einer Leberzirrhose führen können.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) möchte daher auf ihre Info-Angebote zum Thema "Alkoholkonsum" aufmerksam machen. Hier finden sich Tipps zur Reduzierung des Alkoholkonsums, die positiven Effekte des Alkoholfastens werden erläutert und es wird verdeutlicht, warum es sich lohnt, durchzuhalten:

Die BZgA-Portale zum Thema "Alkoholkonsum":

Dienstag, 14. Dezember 2021

Pflege zu Hause in Zeiten von Corona

Wie das Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend (BFSFJ) mitteilt, werden in Deutschland 2,33 Millionen Pflegebedürftige zu Hause und überwiegend von Angehörigen versorgt. Und gerade in der Corona-Zeit ist das eine enorme Leistung für die Pflegenden und deren Familien.

In diesem Zusammenhang möchte das BFSFJ auf das 10-jährige Bestehen des bundesweiten Pflegetelefons 030 / 20 17 91 31* aufmerksam machen. Es hilft seit 2011 bei Fragen rund um das Thema Pflege und ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu relevanten Informationen.  

*Montag bis Donnerstag von 9.00 und 18.00 Uhr / und per E-Mail: info(at)wege-zur-pflege.de

Das Pflegetelefon wird ergänzt durch Informationen des Portals ➝ wege-zur-pflege.de.

Das BFSFJ erklärt:

Montag, 13. Dezember 2021

ADAC Test: Winterreifen für Fahrräder

Immer mehr Fahrradfahrer nutzen ihr Rad auch im Winter. Bei Eis und Schnee auf den Straßen und Fahrradwegen besteht mit normaler Bereifung jedoch Rutschgefahr. 

Zwar gibt es - anders als bei Autos - bei Fahrrädern keine „situative Winterreifenpflicht“; allerdings ist eine entsprechende, wetterabhängige Bereifung unbedingt ratsam. 

Der ADAC und der Touring Club Schweiz (TCS) haben daher acht spezielle Winterreifen für Fahrräder untersucht, teilweise auch mit Spikes. Das Ergebnis: in jedem Fall ein besserer Grip.

Die Details zum Test gibt es hier:  ➝ ADAC / Test: Winterreifen für Fahrräder

Samstag, 11. Dezember 2021

Infos und Hilfe für Schwangere und Eltern mit kleinen Kindern

Bislang hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Internet über seine Webseite ratsuchenden Eltern mit Kindern bis drei Jahre sowie Schwangeren Infos und kostenlose Hilfe angeboten:

 ➝ www.elternsein.info

Dieses Angebot wurde nun erweitert; nun spricht die NZFH auch Mütter und Väter über einen eigenen Instagram-Kanal an:

www.instagram.com/elternsein_info

Die Posts und Stories greifen Fragen aus dem Alltag von Eltern auf: ab der Schwangerschaft, rund um die Geburt bis zu den ersten Lebensjahren von Kindern. 

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Wichtig zum Thema: Eltern in schwierigen Lebenslagen können Hilfe durch die Frühe Hilfen erhalten. Es handelt sich hierbei um Angebote für Familien ab der Schwangerschaft bis zum 3. Geburtstag des Kindes. Die Angebote sind freiwillig und kosten kein Geld.

Quelle mit weiteren Infos: ➝ familienportal.de/was-sind-fruehe-hilfen

Außerdem: Der Verein "Nummer gegen Kummer"* bietet ein kostenloses, anonymes Beratungsangebot via Telefon an, an das sich Eltern wenden können, wenn ihnen der souveräne und sichere Umgang mit einem Baby / Kind schwer fällt:

                                    ➝  www.nummergegenkummer.de/elterntelefon

*Gefördert u.a. duch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Familienministerium.

Freitag, 10. Dezember 2021

Wochenreport 49/2021

Neueste Verbraucherwarnungen und Rückrufe:

  • Rückruf via H & M: Haarteil mit LED-Lichtern
    Details: hier
  • Rückruf: Getrocknete Kardamom Thao Qua aus Vietnam
    Details: hier
  • Rückruf: Weihnachtskäse 60% Fett i. Tr.; Marke Gut von Holstein
    Details: hier
  • Rückruf: Zimt gemahlen, Curry indisch, Curry Thai; Marke Gewürzkontor
    Details: hier
  • Rückruf: Däumling Mädchen-Riemensandale, Modell "Virginia"
    Details: hier
  • Rückruf: Zimt gemahlen und Curry Madras, Marke Gewürzmühle Friedberg
    Details: hier
  • Rückruf / Achtung, Sulfit-Allergiker: Shiitake Pilze, Marke Arche
    Details: hier
  • Rückruf / Achtung, Haselnuss-Allergiker: Temizkan, Himbeeraugen, 250 g
    Details: hier
  • Rückruf via Die Frischebox: Feigenbrot mit Pflaumen, Mandeln und Walnüssen, 200 g
    Details: hier
  • Rückruf via Lidl: verschiedene Matjesfilets, Marke Nautica
    Details: hier

Produktwarnungen und Rückrufe bezüglich Mund- und Nasenschutz: In der laufend aktualisierten Datenbank von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt es eine Auflistung von Schutzmasken, vor denen gewarnt wird oder/und die zurückgerufen werden (etwas weiter unten auf der Seite):

                        ➝ Gefährliche Produkte in Deutschland / Schutzmasken

Neuer Rapex-Wochenbericht Nr. 49/2021 erschienen

Das Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz, "Rapex" genannt, hat wieder seinen wöchentlichen Warnbericht veröffentlicht: hier 

(Links kann man unter "Notifying Country" ein jeweiliges Land auswählen und dann darunter auf das blaue Feld mit "Search" klicken; so erhält man nur die Berichte für das ausgewählte Land heraus-gefiltert und angezeigt.)

Wer wissen möchte, was genau "Rapex" ist und welche Aufgaben dieses EU-Schnellwarnsystem hat: siehe Wikipedia

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