Samstag, 19. November 2022

Bundesweiter Warntag am 8. Dezember 2022

Im Zuge unseres vorherigen Artikels: (➝ Behördenchef: Risiko für Stromausfälle steigt ab Januar und Februar) möchten wir darauf hinweisen, dass am 8. Dezember 2022  in Deutschland der bundesweite Warntag stattfindet. 

Dieser Tag ist ein bewusster Stresstest für die Warninfrastruktur hierzulande: ab 11:00 Uhr aktivieren die teilnehmenden (*) Behörden und Einsatzkräfte unterschiedliche Warnmittel. 

Zu den Warnmitteln gehören beispielsweise Radio und Fernsehen, Internetseiten, Social Media, digitale Stadtanzeigetafeln, Warn-Apps, Lautsprecherwagen oder Sirenen.

Die Probewarnmeldung wird in diesem Jahr erstmals auch über Cell Broadcast verschickt und darüber  voraussichtlich rund die Hälfte aller Handys in Deutschland direkt erreichen. (In dieser Testphase ist noch kein vollständiger Wirkbetrieb vorgesehen und es werden nicht alle Handynutzer in Deutschland eine Warnmeldung über Cell Broadcast empfangen können.)

Die Übersendung von Warnmeldungen über Cell Broadcast ist ein anonymes Verfahren, das die Empfangsbereitschaft des Mobilfunkendgerätes in einer Funkzelle des Mobilfunknetzes nutzt. Es benötigt dafür keine vorherige Registrierung oder die Angabe persönlicher Daten.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat hier extra eine Webseite veröffentlicht, auf der es weitere Infos zum Warntag gibt: ➝ https://warnung-der-bevoelkerung.de

(* ) Da der Warntag freiwillig ist bedeutet das, dass nicht alle Kommunen daran teilnehmen und Warnmittel vor Ort testen. Bürger können sich in ihren Kommunen informieren - z. B. im Rathaus, beim Bürgerservice, bei der Feuerwehr oder beim Brandschutzamt - ob und auf welchen Wegen diese plant, an dem Tag vor Ort zu warnen. So kann man sich persönlich darauf einstellen und idealerweise auch andere darüber informieren. 

In diesem Zusammenhang evtl. auch wissenswert:  

Die Warninfrastruktur gehört zu den kritischen Infrastrukturen (KRITIS)  - und sollte auch bei einem Stromausfall und anderen Notsituationen funktionieren - zumindest teilweise (z.B. Lautsprecherwagen, da dann wahrscheinlich in den Privathausalten die Fernseher, Radios ohne Batterien oder das Internet etc. nicht mehr funktionieren sowie nicht jedes Mobilgerät ausreichend Ladung auf dem Akku hat.)

Die Notstromversorgung bei KRITIS-Betreibern sollte mindestens 72 Stunden, ohne Nachbetankung von außen, betrieben werden können - so der Plan.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) informiert hier darüber: 

                      ➝ www.bbk.bund.de/Kritische-Infrastrukturen/kritische-infrastrukturen

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